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Zwischen Natur und Kultur – Eine Radtour um Weißwasser

Zwischen Natur und Kultur – Eine Radtour um Weißwasser
Mit dem Fahrrad rund um Weißwasser: Das bedeutet eine Tour zwischen Bergbau und Natur. Auch Freunde von Industriekultur und Eisenbahn können auf dieser 35 Kilometer langen Strecke auf ihre Kosten kommen.
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Naturträume im Rhododendron-Park in Kromlau

Rund sechs Kilometer von Weißwasser entfernt entfaltet sich ein Park, der für die Lausitz ganz besonders ist: der Rhododendron-Park in Kromlau. Im Mai steht er in voller Blüte und gehört in der Region – neben dem Weltkulturerbe Muskauer Park – zu den beliebtesten Ausflugstipps in der Oberlausitz. Inmitten der wunderbaren Natur und zum Spazieren einladenden Wegen erhebt sich die Rakotzbrücke. Diese halbrunde Brücke spiegelt sich im Wasser und hinterlässt beim Betrachter den Eindruck, als würde sie einmal komplett durch den See führen.

Zu verdanken ist die Gestaltung des Kromlauer Parks Friedrich Hermann Rötschke, der das Areal in Kromlau 1842 kaufte und den Park anlegen ließ. Etwa 200 Hektar stellte Rötschke zur Verfügung. Die berühmte Brücke entstand nach Angaben der Gemeindeverwaltung etwa in den 1860er-Jahren. Rötschke ließ viele verschiedene Bäume und Gehölze pflanzen. Die Rhododendren kamen jedoch erst in den Park, nachdem Rötschke den Besitz verkauft hatte. In den 1890er-Jahren ließ Parkinspektor Georg Wilhelm Eugen Eichler die ersten Rhododendren setzen. Sie gediehen prächtig und sind heute das Markenzeichen des Parks.

Unterwegs mit der Waldeisenbahn

Ein weiteres Markenzeichen der Region ist die Waldeisenbahn. In diesem Jahr fährt sie laut Veranstalter zum ersten Mal zwischen Karfreitag und Ostermontag auf den Strecken zwischen Weißwasser und den Parks in Kromlau und Bad Muskau. Wie die Waldeisenbahn-Verantwortlichen mitteilen, wird der Museumsbahnhof „Anlage Mitte“ in der Teichstraße seine Pforten an allen vier Fahrtagen geöffnet haben. Dort lädt eine Ausstellung von etwa 20 historischen Lokomotiven, zahlreichen Wagen und Schautafeln mit Bildern aus der über 100-jährigen Geschichte der Waldeisenbahn zum Verweilen ein. Für die kleinen Eisenbahnfans werden Draisinenfahrten angeboten.

Industriegeschichte im Glasmuseum Weißwasser

Für Freunde von Industriegeschichte ist das Glasmuseum in Weißwasser ein Anlaufpunkt. Dort können sich Gäste zum einen über die industrielle Entwicklung Weißwassers informieren. Zum anderen bekommen sie einen Einblick über die Arbeit des international renommierten Glasgestalters Wilhelm Wagenfeld, der über einige Jahre in Weißwasser tätig war.

Auf den Spuren Pücklers

Am Rande der Tour liegt ein touristischer Höhepunkt der Extraklasse: das Unesco-Weltkulturerbe Schloss und Park Bad Muskau. Ein Abstecher zu dieser imposanten Anlage, die Graf Pückler einst geprägt hatte, lohnt sich in jedem Fall. Das Areal ist fast zu jeder Jahreszeit beeindruckend.

Tourhöhepunkte:

Der Kromlauer Park: Ein besonderer Höhepunkt ist alljährlich im Mai die Blüte von tausenden Pflanzen der gelbblühenden Pontischen Azalee (Rhododendron luteum).

Die Waldeisenbahn steht von Ostern bis Oktober unter Dampf. Der Bahnhof befindet sich in der Teichstraße in Weißwasser. Eine Tour nach Kromlau und zurück kostet 6,10 Euro, eine Familienkarte 14,90.Euro, nach Bad Muskau und zurück 8,50 Euro, eine Familienkarte 22 Euro. Mehr unter www.waldeisenbahn.de

Das Glasmuseum Weißwasser ist in der Forster Straße 12 zu finden. Öffnungszeiten am Wochenende: Samstag 13 bis 17 Uhr und Sonntag und Feiertag 14 bis 17 Uhr.

Saisonhöhepunkte:

  • 23. März: Saisonstart Schlossgärtnerei und Ausstellungen „Ananas! Die Königin der Früchte im Muskauer Park“ sowie „Pückler! Pückler? Einfach nicht zu fassen!“
  • 25. bis 28. März: Osterdampf – Saisoner;ffnung der Waldeisenbahn Muskau. Mehr unter: www.waldeisenbahn.de
  • 7. und 8. Mai: Geoparktage im Geopark Muskauer Faltenbogen
  • 14 bis 16. Mai: Park- und Blütenfest Kromlau
  • 28. Mai:  Deutsch-Polnisches Parkfest in Bad Muskau

 

Autor: Sascha Klein

Autor: ura-user