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Wo selbst die Kleinsten richtig Gas geben können

Wo selbst die Kleinsten richtig Gas geben können
Löschen. Den kleinen Ort nahe Drebkau verbindet nahezu jeder Lausitzer mit der Kartbahn. Dass sich das Gelände rund um diese in den letzten Jahren zu einem Motor-Freizeitpark für die ganze Familie entwickelt hat, wissen dabei nur wenige. Zusammen mit ihrer Familie und Freunden hat Urlaubsreich-Autorin Susann Troppa  die Familientauglichkeit des Parks unter die Lupe genommen und aktiv getestet.
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Die ersten Motorengeräusche liegen bereits in der Luft, als wir gegen 10 Uhr am Freizeitpark Löschen eintreffen. Sofort sticht uns die Kartbahn ins Auge, auf der die ersten Flitzer bereits ihre Runden drehen. Unsere Vierjährigen dagegen haben ein ganz anderes Ziel im Visier. Niedliche Tiere auf der kleinen Funny-Farm ermöglichen Selbster“fahr“ung schon für die ganz Kleinen. Bereits 5 Minuten nach unserer Ankunft erfreuen wir uns so über schallendes Kinderlachen unseres Nachwuchs, welches in den kommenden Stunden zum treuen Begleiter werden soll. Nach dem gemächlichen Start ist direkt das nächste Ziel entdeckt. Ein Parcours mit Mini-Karts. Das Rennfieber steckt nun neben den Vierjährigen auch unsere acht- und zehnjährigen Mini-Tester an. Wir sind beeindruckt, wie geschickt unsere Kids durch den Parcours steuern und feuern sie begeistert an.

In die Karts, fertig, los

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht geht’s nun aber erst einmal ab zur Anmeldung. Vor allem den Männern juckt es nun in den Fingern, selbst in den Fahrgenuss zu kommen. Da steht sie nun hinter dem Tresen – Frau Andrey – eine der, wie wir im Laufe des Tages feststellen dürfen, vielen guten Seelen der Kart-Bahn Löschen. Freundlich werden wir über die verschiedenen Karts informiert und die großen Kids mit einem unglaublichen Einfühlungsvermögen darüber aufgeklärt, was sie als Fahrneulinge beim Kart-Fahren zu beachten haben. Rechts Gas, links Bremse, langsam rantasten, nicht die erste Kurve unterschätzen, nach der karierten Flagge könnt ihr noch eine Runde fahren. Die Kids hören zwar zu, wirken aber mit ihren Gedanken schon so, als ob sie bereits im Kart sitzen. Daher erfolgt die Erklärung nach der Helmauswahl noch einmal direkt auf der Rennstrecke. Mit Respekt, aber gut instruiert, machen nun unser Achtjähriger und unsere Zehnjährige ihre ersten Rennerfahrungen. Mit jeder Runde werden sie sicherer und schneller, hat man doch während der 10minütigen Fahrt genug Zeit, ein Fahrgefühl zu entwickeln. Rasanter geht es von Anfang an hingegen bei den Vätern zu, die sich direkt ein kleines Rennen liefern.

Mit einem leckeren Cocktail in der Hand – alkoholfrei versteht sich – und die kleinen Kiddies mit einem Eis ausgestattet, feuern wir unsere vier Rennpiloten von der neuen gemütlichen Cocktailbar aus an. Diese bietet einen wunderbaren Blick über die gesamte Kart-Strecke hautnah am Renngeschehen.

Ganz klar: Daumen hoch

Mit einem einstimmigen „Einfach nur geil“ wird uns die Frage nach dem wie war´s einstimmig beantwortet. Schnell noch die Rennzeiten geholt und verglichen, wird auch schon das nächste Rennen ausgeknobelt. Natürlich werden da auch unsere Vierjährigen hellhörig und wollen auch mal. Und somit nehmen nun wir Mamas mit unseren Kleinsten in den zwei Doppelsitzer-Karts der Kartbahn Platz. Vorher gibt’s natürlich wieder Anweisungen, nun auch für die Kleinsten. Schließlich haben diese als Co-Pilot die wichtigste Aufgabe und bestimmen über die Geschwindigkeit. Daumen hoch – da geht noch was Mama, Daumen runter – lieber etwas langsamer, Daumen in der Mitte – genau richtig. Während die Tochter meiner Freundin sonst eher vorsichtig ist, verfällt sie während der Fahrt in einen wahren Geschwindigkeitsrausch. Mein Sohn dagegen nimmt seinen Job als Co-Pilot sehr genau und gibt mir vor jeder Kurve und in den Graden über die Handzeichen genaue Anweisungen, wann ich Gas geben soll und wann bremsen. Sicher kommen wir damit zwar durch die Kurven, werden aber von den anderen überrundet. An der Taktik gilt es also noch ein wenig zu feilen. Riesenspaß hatten wir dennoch.

Auch die Großen wollen nun noch einmal so richtig Gas geben und starten mit den Papas zur zehnminütigen Doppelkart-Sitzung. Lediglich 4 Sekunden Unterschied zum Einzel-Kart zeigt die Zeitmessung am Ende an. Die Dinger gehen also auch ordentlich ab, wenn Fahrer und Beifahrer sich einig sind.

Miniformat, aber Maxispaß

Im RC Adventure Park im hinteren Teil des Geländes warten die nächsten vermeintlichen Männerträume darauf, ausprobiert zu werden. Von der Schneelandschaft bis hin zu Rennstrecken gibt es hier zahlreiche Modelle in Miniformat. Besonders angetan hat es uns die große Baustelle. Mit einer Engelsgeduld und hoher Konzentration wird hier gebaggert, beladen, gekrant und planiert. Da sieht man mal wieder Männer sind eben doch nur große Jungs, wobei wir Mädels auch unseren Spaß haben.

Nach der ganzen Konzentration darf es nun gern wieder ein bissl Zerstreuung geben. Beim 360-Grad-Hurrican, Fahrzeuge, die an Luftkissenboote erinnern, darf man dann auch mal „aneinandergeraten“.  Wären die Motorgeräusche aus Richtung Kart-Bahn nicht, das Lachen der Kinder würde über den ganzen Platz schallen.  Während die Männer sich zum Abschluss nun noch einmal ein heißes Rennen liefern, gibt’s für die Kids einen kleinen Mittagssnack an der Cocktailbar.

Unser Fazit: Geschafft, aber mit einem breiten Grinsen sitzen wir schließlich alle am Tisch und stellen fest, der Freizeitpark Löschen hat den Familientest definitiv mit Auszeichnung bestanden.

 

Freizeitpark Löschen

Löschener Dorfstr. 33

03116  Drebkau, OT Löschen

täglich geöffnet von 10 bis 20 Uhr

www.freizeitpark-löschen.de

Autor: Susann Troppa