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Regional genießen – Mit Rad die Spreewälder Hofläden entdecken

Regional genießen – Mit Rad die Spreewälder Hofläden entdecken
Pünktlich zum Saisonbeginn, am Ostersamstag vor einem Jahr, startete die geführte Radtour zu den Spreewälder Hofläden. Die Idee wurde im Vetschauer Tourismusausschuss geboren und von der Regionalen Entwicklungsgemeinschaft (REG) Vetschau in Zusammenarbeit mit Undine Ast vorbereitet und umgesetzt. Statt ursprünglich einer geplanten Tour, sind es inzwischen drei geworden.
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Regionales bei Spreewaldbauer Ricken genießen

Undine Ast aus Raddusch ist überzeugt, dass die Hoflädentour ein besonderes touristisches Angebot geworden ist. Die Vetschauer Touristinformation mit Sitz in der Schlossremise will sich der Vermarktung der Touren in diesem Jahr noch stärker widmen.

Dass sich für die Wege zu den Hofläden in der Spreewaldregion bereits gut wahrgenommen werden, zeigen die Rückmeldungen der einzelnen Anbieter. Einige von ihnen haben inzwischen ihre Angebote dafür sogar noch erweitert. Bei Spreewaldbauer Ricken in Vetschau verweilen die Radler schon gern mal etwas länger. Hier gibt es Frühstück, Mittagessen und nachmittags Kaffee und Erdbeertorte, natürlich fast alles aus den Hofprodukten hergestellt. Verkäuferin Ina Leuchter: „Gut gingen im letzten Jahr neben unseren Klassikern wie Spargel, Erdbeeren und Gurken auch das Wild vom Jäger Starick aus Werben und unsere Thüringer Gewürzmischungen“.

Halt in Göritz

Auf eine längere Verweildauer der Gäste haben sich die Erzeuger in Göritz eingestellt. Der hofeigene Spielplatz sorgt für Beschäftigung der Kleinsten, die von ihren Eltern und Großeltern dabei gut beobachtet werden können. Am Backofen sitzend, können sie das Areal gut überblicken. Nadine Reimann von Göritzer Hofladen: „Wir backen immer donnerstags, am Samstag gibt es dann Backschinken und Haxen. Gern dürfen unsere Kunden auch ihre vorbereiteten Kuchen oder auch andere Gerichte zu uns bringen, wir backen dann alles für sie ab.“ Noch gar nicht im neuen Touren-Flyer vermerkt sind neue Anbieter, wie das Radduscher Landlädchen mit Alpakaprodukten und der ebenfalls in Raddusch ansässige Back- und Souvenirshop, der zahlreiche Spreewälder Produkte anbietet.

Kein Halt vor Landesgrenzen

Die Touren machen nicht vor Kreis- oder Amtsgrenzen halt, sie führen nach Burg ebenso wie nach Boblitz oder Saßleben. Die Burger Touristiker beispielsweise haben in diesem Jahr ihr Angebot schon kräftig erweitert: Sie bieten am 7. Mai einen 1. Heimatmarkt unter dem Motto „regional geMacht“ an, auf dem Spreewälder und Brandenburger Erzeugnisse angeboten werden. Danach zieht der Heimatmarkt weiter durch die Region, der nächste Stopp ist am 21. Mai auf dem Vetschauer Marktplatz. Weitere Veranstaltungen sind in Peitz und Lübben geplant – alles lohnende Ziele auch für Radler.

Spreewaldleckereien nach Hause bestellen

Mit einem Jahr Erfahrung im Hintergrund ist sich Undine Ast sicher, dass es ein Erfolgskonzept ist, das nicht nur den Urlaubern die Erzeugnisse der Spreewaldregion ganz kompakt empfiehlt, aber auch den Anbietern Gelegenheit gibt, ihre Waren zu präsentieren. Nicht ganz zufrieden ist Undine Ast mit dem Umstand, dass Verpackungen nicht immer dem manchmal heißen Sommerwetter und der oft langen Touren gerecht werden. „So manches Produkt ließe sich besser vermarkten, wenn es sich besser transportieren ließe. Niemand möchte die Bio-Wurst oder den handgeschöpften Hofkäse in der Plastiktüte der Sommersonne aussetzten!“ Und die Radduscher Touristikerin sieht noch viele andere Chancen für größere Umsätze: „Nur wenige Anbieter verfügen über einen Internethandel, wie der Radduscher Hofladen Schandog und der Boblitzer Verarbeitungsbetrieb RABE. Einmal auf den Geschmack gekommen, möchte so mancher Urlauber nachordern, kann das aber nur relativ begrenzt“, sagt Undine Ast. Und die Erfinderin der Hofladentouren hat neben den Radlern auch die Autofahrer im Blick. Auch sie interessierten sich sehr für den Kauf regionaler Produkte: „Die Städter aus Cottbus sind dabei unsere größte Zielgruppe, an sie werden wir uns demnächst mit speziellen Angeboten wenden“.

Im neuen Internetauftritt der Stadt Vetschau soll deshalb die Hofladentour schon einmal an herausgehobener Stelle beworben werden.

Das Angebot der Hofladentouren umfasst derzeit drei unterschiedliche Tourenangebote von 25, 35 und 45 Kilometer Länge. Insgesamt können 14 Anbieter und Direktvermarkter angefahren werden. Fahrräder können in Raddusch und Vetschau ausgeliehen werden.„regional geMacht“ ist eine gemeinsame Initiative der Städte Vetschau/Spreewald und Lübben (Spreewald) sowie des Amtes Burg (Spreewald), der REG Vetschau mbH, der Jupe & Pohl GmbH, der Industrie- und Handelskammer Cottbus und der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH.

Autor: Peter Becker

Autor: ura-user