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Mit dem Fahrrad auf den Spuren Krabats in der Oberlausitz

Mit dem Fahrrad auf den Spuren Krabats in der Oberlausitz
Auf den Spuren Krabats gibt es rund um Hoyerswerda eine Menge zu entdecken. Es geht unter anderem zur Krabatmühle nach Schwarzkollm und an den einstigen Wohnort des echten Krabat nach Groß Särchen.
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Hoyerswerda und Umgebung

Start ist in Hoyerswerda. Wer dort bereits Station machen will, hat die freie Auswahl: Zoo, historische Altstadt, Stadtmuseum im Schloss, Shoppen im Lausitz-Center. Allein in der Stadt lässt sich ein halber Tag verbringen. Von Hoyerswerda geht es Richtung Norden nach Seidewinkel. Der Ort hat eine wunderschöne Dorfstruktur. In seiner Mitte findet Jahr für Jahr ein traditionelles Singen statt: das Singen unter der Friedenseiche. Weiter geht es durch die Elsterheide. In Bergen können Besucher etwas über sorbisches Brauchtum lernen. In der Schrotholzscheune (Öffnungszeiten Mittwoch bis Freitag und nach Absprache) hat Birgit Pattoka eine Schauwerkstatt eingerichtet.

Krabat-Feeling in Schwarzkolm

Durch das zauberhafte Neuwiese, vorbei am Segelflugplatz in Nardt, geht es nach Schwarzkollm. Das Krabat-Feeling wird immer stärker. Dort im Koselbruch hat der Verein Krabatmühle Schwarzkollm in den vergangenen Jahren mit viel Arbeit und Ausdauer ein sehenswertes Ensemble geschaffen. Seit einigen Jahren ist das Mühlenensemble auch Schauplatz für die Krabatfestspiele. Karten dafür sind in der Regel innerhalb von wenigen Tagen vergriffen – so auch 2016.

Auf den Spuren des echten Krabats

Von Schwarzkollm geht es schließlich weiter über Bröthen und Michalken nach Neudorf-Klösterlich. Dort befinden sich Zelders Teiche. Die Familie Zelder betreibt dort eine Fischwirtschaft und vor Ort eine viel frequentierte Gaststätte.

In Wittichenau ist ein Zentrum der katholischen Lausitz. In der eindrucksvollen Stadtkirche liegen die Gebeine von Johann Schadowitz begraben, dem echten Krabat. Sehenswert ist auch die Wittichenauer Innenstadt mit ihren vielen Einzelhändlern.

In Groß Särchen steht Krabats Vorwerk. In diesem Ort hat Johann Schadowitz, der aus Kroatien stammte und Janko Sajatovic hieß, einige Jahre gelebt. Sachsens Herrscher hatten ihm Ende des 17. Jahrhunderts dort Land überlassen. Weil Schadowitz viele Techniken aus halb Europa kannte, verehrten ihn die Leute dort. So glaubten etliche, er habe magische Kräfte – der Beginn der Sagen über Krabat.

 

Krabat

Ein Höhepunkt im Kulturjahr der Energiefabrik: die Fabrikfestspiele. Sie finden am Sonntag statt. Archivfoto: Radke

Abschluss mit Kaffee und Kuchen

Vorbei am zurzeit wegen Sanierung gesperrten Knappensee führt der Weg zu einem der Industriedenkmale der Lausitz, der Energiefabrik Knappenrode. Die einstige Brikettfabrik ist seit vielen Jahren Museum und zeugt von der Kohlehistorie der Region.

Über Maukendorf und Zeißig, das ebenfalls ein sehenswertes Dorf ist, geht es zurück nach Hoyerswerda. Für Eltern mit Kindern spannend: der Erlebnishof Kasper in Zeißig. Dort können Kinder spielen und Tiere anschauen, während die Eltern gemütlich bei Kaffee und Kuchen im Garten sitzen.

 

Autor: Sascha Klein