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Grüne Parks, besondere Bauten & Kunst – Eine Radtour durch Cottbus

Grüne Parks, besondere Bauten & Kunst – Eine Radtour durch Cottbus
Wir wollen uns heute auf eine Cottbuser Tour begeben. „Von den Pyramiden zu den Kunstwerken im Kraftwerk“ ist der Titel der knapp 14 Kilometer langen Strecke, die uns durch grüne Parks hin zu besonderer Kunst und außergewöhnlichen Bauten führt. Los geht es beim Jubilar: Die LAUSITZER RUNDSCHAU feiert in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag.
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Start ist am Medienhaus in der Straße der Jugend im Cottbuser Stadtteil „Spremberger Vorstadt“. 1976 wurde das heutige Druckhaus eingeweiht. Die Zeitung wurde am 20. Mai 1946 in Bautzen gegründet und zog 1952 nach Cottbus. Nach der Zeit als Organ der SED-Bezirksleitung erschien die LAUSITZER RUNDSCHAU am 18. Januar 1990 erstmals als unabhängige Tageszeitung. Sie ist die einzige Tageszeitung in Südbrandenburg und erscheint in 11 Lokalausgaben.

Sportlich geht es in den Cottbuser Süden

Von hier aus begeben wir uns Richtung Madlower Schluchten im Cottbuser Süden. Vorbei am Gelände der Lausitzer Sportschule kommen wir an die Markgrafenmühle und streifen dann den Eichenpark. Hier ist jetzt der Lausitzer Tennisclub beheimatet, wo die Kerbers der Lausitz von Morgen trainieren. Sieben Sandplätze bieten in den wärmeren Monaten gute Trainingsbedingungen. Im Clubhaus fühlen sich nicht nur die Sportler wohl. Hier macht auch mancher Radler Halt, bevor er sich dann entlang der Spree Richtung Cottbuser Osten begibt.

Wandeln auf Pücklers Spuren im Branitzer Park

Cottbus

Eingang in den Branitzer Park in Cottbus Marion Hirche

Auf dem Weg nach Sandow geht es vorbei am Branitzer Park. Das ist das wohl berühmteste grüne Areal von Cottbus, das von Fürst Hermann von Pückler-Muskau seit 1845 gestaltet wurde. Der damals 60 Jahre alte, auch als „Grüner Fürst“ bezeichnete exzentrische Adlige, siedelte von Muskau nach Branitz um und lieferte hier sein letztes großes Gartengestaltungswerk ab. Nicht nur die beeindruckenden Sichtachsen, sondern vor allen die beiden Pyramiden, die Land- und die Seepyramide, machen den außergewöhnlichen Reiz des Parks aus. Dazu kommen die heute gut sanierten Gebäude, unter anderem das Schloss mit der einmaligen Pücklersammlung, das Besucherzentrum auf dem Gutshof mit einer Ausstellung mit Werken des Lausitzer Landschaftsmalers Carl Blechen. Allerdings muss in Bezug auf den Branitzer Park das Radfahrverbot beachtet werden. Hier gab es durch Verstöße viel Zerstörung. Parkleiter Claudius Wecke betont:

“Der Park ist ein Gemälde, das man genießen soll. Unsere Gärtner sind vor allem auch Restauratoren“. Deren Arbeit ist in der Vergangenheit nicht nur durch Radfahrer, sondern auch durch Drohnen- und Quadbesitzer stark beschädigt worden. Die Stadtverwaltung Cottbus und die Stiftung Park wollen deshalb jetzt die Einhaltung der Parkordnung kontrollieren. Wer sich auf den ausgewiesenen Radfahrwegen am Parkrand bewegt, hat da allerdings nichts zu befürchten.

Viel zu sehen im Spreeauenpark

Der Branitzer Park geht in den Spreeauenpark über. Die begrünte Fläche am Spreeufer hatte ihre Blütezeit während der ersten Bundesgartenschau in Ostdeutschland. In dem Zusammenhang sind auch die Messehallen, die Bühne im Park, der 1.2 Hektar große Parkweiher und das Umweltbegegnungszentrum entstanden. Sehenswert sind der Apotheker-, der Rosen- und Bauerngarten, sowie der Rhododendrenhain. Der Park beherbergt ein Cafe und mehrere Erlebnisspielplätze.

Malerischer Carl-Blechen-Park

Durch die Ludwig-Leichardt-Allee mit ihren Schatten spendenden Kastanienbäumen gelangt man dann nach Cottbus Sandow. Hier setzt sich das Grün fort, denn hinter dem vor wenigen Jahren erbauten Pflegezentrum befindet sich der Carl-Blechen-Park. Angelegt wurde dieser 1930 und ist dem im Jahr 1798 in Cottbus geborenen Landschaftsmaler Carl Blechen gewidmet. Malerisch ist der Park vor allen jetzt in der Blütezeit. 1957 wurde hier ein Bronzedenkmal für den berühmten Cottbuser aufgestellt, aber Metalldiebe haben dieses 2008 gestohlen. Ältere Cottbuser werden sich auch noch an den reetgedeckten Pavillon, der zum Imbissverkauf genutzt wurde erinnern. Unvergessen ist auch so manchen Freiluftkinovorführung auf der Bühne, die hier stand und 1995 abgerissen wurde.

Ein Park mitten in der Cottbuser Innenstadt

Über den Blechensteg geht es weiter in den nächsten Cottbuser Park: In den Goethepark. Dieser wurde 1895 vom Stadtverschönerungsverein auf dem sumpfigen Gelände der Mühleninsel angelegt. Erst 1949 wurde der damalige Stadt- in Goethepark umbenannt. Im Zentrum befindet sich der Amtsteich, der im kalten Winter zum Schlittschuhlaufen und im Sommer mit seiner sprudelnden Fontäne zum Verweilen einlädt. Nach einem kühlen Schluck in der Freizeitoase geht es dann zur großen Kunst.

Kunst im Cottbuser Dieselkraftwerk

Dieselkraftwerk Cottbus

Im Kunstmuseum Dieselkraftwerk finden wechselnde Ausstellungen statt. Urlaubsreich.de

Wir sind am dkw, Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus. Das Gebäude war Umspannwerk, wurde 1927 erbaut. 2008 zogen die Brandenburgischen Kunstsammlungen von der Spremberger Straße hier in den Klinkerbau. Heute befindet sich hier das einzige Landesmuseum für zeitgenössische Kunst des Landes Brandenburg.

Die Stadt vom Cottbuser Turm aus bewundern

Spremberger Turm Cottbus

Steigen Sie auf den Spremberger Turm und genießen Sie den Ausblick über die Cottbuser Innenstadt. CMT Cottbus

Auf unserem weiteren Weg gelangen wir zum einstigen Tor der Stadt: Hier steht der „Dicke“, der Spremberger Turm. Cottbus wurde 1156 erstmals urkundlich erwähnt. Im

13. oder 14. Jahrhundert wurde die hölzerne Stadtmauer durch Steinmauern ersetzt. Am Tor aus Richtung Spremberg wurde der Turm mit einer Aussichtsplattform in 28 Metern Höhe errichtet. Der Cottbuser Turmverein hat das Wahrzeichen der Stadt zu neuem Leben erweckt. Seit 2014 kann wieder Jeder auf den Turm steigen. Im Innern gibt es Ausstellungen und am Eingang können Touristen Souvenirs von Cottbus kaufen.

Architektonische Perlen auf den letzten Metern der Tour

Das nächste imposante Gebäude auf unserer Strecke befindet sich in Richtung Norden auf dem Gelände der BTU Cottbus-Senftenberg. Das Campusgelände wird von einem gläsernen Bau überragt. Das Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) trägt die Handschrift Schweizer Architekten, hat die Form einer XXXL-Brotbüchse aus Glas mit symbolischer Buchstabenfassade.

 

| Foto: Stadtmarketing Cottbus

Das IKMZ der BTU Cottbus-Senftenberg Foto: Stadtmarketing Cottbus

Dieses zeitgenössische Gebäude, das im Dezember 2004 eröffnet wurde, gehört genauso zu den architektonischen Perlen unserer Lausitzmetropole, wie das Staatstheater, an das wir am Ende unserer Tour gelangen. Es gehört zu den schönsten Jugendstilbauten Europas, ist auf Wunsch der Bürger der Stadt gebaut und im Oktober 1908 eröffnet worden.

 

Staatstheater Cottbus | Foto: Fotolia_34034518_Subscription_XXL

Staatstheater Cottbus | Foto: Fotolia

Den hinter dem Prachtbau befindlichen Schillerplatz mit seinem Fontänenareal nutzen vor allem junge Leute im Sommer für ein Pläuschchen auf dem grünen Rasen.

 

 

 

Saisonhöhepunkte:

  • 13. und 14. Mai „Nachts im Tierpark“ jeweils ab 19 Uhr
  • 21. und 22. Mai Gartenfestival im Pückler Park Branitz
  • 21. Mai Leserfest auf dem Gelände des Medienhaus LAUSITZER RUNDSCHAU, von 15 bis 19 Uhr
  • 28.August Theater und Musik in Pücklers Park Branitz
  • 8. Oktober Nacht der kreativen Köpfe in Cottbus
  • 23. November bis 23. Dezember Weihnachtsmarkt der tausend Sterne in Cottbus
  • 26. und 27. November Branitzer Parkweihnacht

 

Autor: Marion Hirche