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Mit dem Rad von der Spremberger Talsperre in den Branitzer Park

Mit dem Rad von der Spremberger Talsperre in den Branitzer Park
Durch den Spree-Neiße-Kreis führt der Weg zum Erbe des Fürsten von Pückler-Muskau – dem Branitzer Park.
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Eines der komfortabelsten Radwegenetze des Landes Brandenburg führt durch den Spree-Neiße-Kreis. So bietet sich die abwechslungsreiche Tour von der Talsperre Spremberg nach Cottbus für die ganze Familie an.

Die Radtour von der Talsperre Spremberg nach Cottbus führt bei leichtem Schwierigkeitsgrad von Klein Döbbern aus am Stausee entlang zu Sehenswürdigkeiten wie dem Branitzer Park mit seinen Pyramiden und dem Schloss. Sie beginnt in Klein Döbbern, und ihr Weg geleitet die Freizeitsportler vorbei an Reiterhöfen, Spielplätzen und Mühlen der Region. Somit eignet sie sich bestens für Ausflüge mit der ganzen Familie. In Cottbus bietet sich wiederum die Chance, den Ausflug um knapp zehn Kilometer zu verlängern – oder zurückzufahren, je nach Zeitbudget und Ausdauer.

Start in Klein Döbbern

Der Startpunkt in Klein Döbbern befindet sich an der Minigolfanlage. Dann folgt die Strecke dem Rundkurs des Spremberger Stausees, der von Waldgebieten und Bungalows umsäumt ist, nach Bagenz, entlang am Reiterhof mit Lamazucht und Schloss.

Aus gutem Grund hat auch die Cottbuser Schriftstellerin Franziska Steinhauer die Handlung ihres jüngsten Krimis „Todessehnsucht“ am Spremberger Stausee angesiedelt. Denn die Gegend rings um das Gewässer zieht Touristen und Einheimische auf geheimnisvolle Weise in ihren Bann, weshalb viele Menschen ihre Sommerurlaube am See verbringen. Am Strand liegen Aussichtspunkte, Kinderspielplätze und Stege.

Komfortables Radwege-Netz

Das Radwegenetz zwischen Spree und Neiße hat sich nach Angaben der Kreisverwaltung in den vergangenen Jahren ohnehin zu einer der komfortabelsten Strecken dieser Art in ganz Brandenburg entwickelt. Mehr als 500.Kilometer Radwege und viele Brücken wurden demnach neu ausgebaut. Insgesamt entstand so ein Radwege-Netz von fast 1000 Kilometern Länge.

Ein Besuch im Branitzer Park

Weiter geht es über Drieschnitz – wo sich der Besuch des ortsansässigen Golfplatzes lohnt – über Kathlow nach Haasow und von dort aus zum Branitzer Park, der ab diesem Punkt ausgeschildert ist. Im Park ist es angeraten, eine längere Pause einzulegen. Zum einen herrscht dort Radfahrverbot, zum anderen handelt es sich um eine Anlage, die in ganz Europa ihresgleichen sucht. Die Parkstiftung wirbt für „elegant geführte Seen- und Wasserläufe und in Vollendung gestaltete Gehölzkompositionen“, die dem Park „zu Recht den Stand eines Gartendenkmals von internationalem Rang“ verleihen. Die Gutsökonomie, das Schloss und der Marstall zählen zu den Sehenswürdigkeiten des Parkgeländes, das Fürst Hermann von Pückler-Muskau angelegt hat.

Verschließbare Fahrradgaragen sowie Mietboxen bieten nach Angaben der „Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz“ am Parkplatz an der Kastanienallee die Möglichkeit, dass Radfahrer ohne ihr Gepäck die Parklandschaft und die Museen genießen können. Auch Toiletten und Picknickplätze sind vorhanden.

Cottbuser Altmarkt und Oberkirche

Der Cottbuser Altmarkt besticht mit seinen Cafés, Restaurants und historischen Gebäuden. Direkt nebenan finden Besucher den 55 Meter hohen Kirchturm der Oberkirche. Fotolia

„Cottbus erfahren“

Nach dem Besuch des Branitzer Parks haben Radtouristen die Wahl: Entweder fahren sie zurück auf dem Spreeradweg nach Klein Döbbern zurück, oder sie verlängern ihre Reise um ungefähr zehn Kilometer. Denn direkt an diesem Ort schließt sich die Tour mit dem Titel „Cottbus erfahren“ an. Sie führt am Spreeauenpark und dem Stadion der Freundschaft vorbei zur historischen Innenstadt von Cottbus.

Im Zentrum können die Besucher zum Beispiel die Oberkirche besuchen. Der 55 Meter hohe Kirchturm bietet einen Rundblick über die Stadt, und gleich nebenan befindet sich schließlich der Altmarkt mit seinen vielen Cafés, Restaurants und historischen Gebäuden.

Über die Strecke am Kunstmuseum Dieselkraftwerk gelangen Radtouristen wieder auf den Spreeradweg, der sie nach Klein Döbbern geleitet. 

Tourhöhepunkte:

  • Minigolfanlage in Klein Döbbern
  • Reiterhof mit eigener Lamazucht
  • Schloss und Golfplatz in Drieschnitz bieten sich als Zwischenziele der Tour an
  • Branitzer Park ist unterdessen aus gutem Grund als Wendepunkt der Strecke vorgesehen: Ein Besuch der einmaligen Anlagen samt ihrer Pyramiden und des Schlosses lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
  • In der Nähe befindet sich zudem der Cottbuser Tierpark.
  • Das Schloss Branitz gibt neben dem Treff 97 an der Oßniger Dorfstraße auch die Chance zur kulinarischen Einkehr.

Saisonhöhepunkte im Branitzer Park:

  • Die Ausstellung „Fürst Pücklers Welt – Lebenskunst und Landschaftskunst“ im Besucherzentrum auf dem Gutshof Branitz beleuchtet das Leben und Schaffen des Fürsten. Sie ist bis zum 31.Oktober zu sehen.
  • Die Familienausstellung „Auf der Suche nach dem versteinerten Prinzen“ befindet sich wiederum in der Parkschmiede Branitz. In der Ankündigung der Stiftung heißt es dazu: „In seiner abenteuerlichen Zeitreise lernt der Junge Oskar die Schmiede des Fürsten Pückler kennen. Zwischen Schmiedefeuer, riesigem Blasebalg, Amboss und historischem Werkzeug erfährt Oskar Erstaunliches über dieses uralte Handwerk.“

 

Autor: René Wappler