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12. Lausitzer Seenland 100 in Großräschen – Marita Bauer berichtet

12. Lausitzer Seenland 100 in Großräschen – Marita Bauer berichtet


Verschiedene Wettbewerbe fanden vom 7. bis 9. Juli 2017 im Rahmen des 12. Seenland 100 in Großräschen statt. Ich nahm Sonnabend am Nordic Walking Wettkampf über 10 Kilometer teil.
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Die große Medaille, die jedem im Ziel überreicht wurde, hat ein stattliches Gewicht und ist wirklich etwas besonderes. 27 Nordic Walker erreichten am Sonnabend das Ziel. Die Strecke führte überwiegend auf Asphalt entlang und die Sonne ließ uns ordentlich warm werden. Alles war super organisiert und die leckere Soljanka füllte nach dem Lauf meinen hungrigen Magen sehr angenehm.

Lausitzer Seenland 100

Viel los bei, 12. Lausitzer Seenland 100 in Großräschen.
Foto: Marita Bauer

Dieser Wettkampf eignet sich für jeden, der sich auf einer doch recht langen Strecke ausprobieren will. Die schnellste Walkerin legte mit einem Tempo von 8,24 km/h und damit in 1:12:48 die Strecke zurück und ich, als die „Gesundheitswalkerin“, bin mit meinen 6,08 km/h und 1:38:45 völlig zufrieden gewesen. Gewertet wurden Walker und Nordic Walker gemeinsam, darüber mag man diskutieren, aber mir geht es darum zu überprüfen, ob ich es bewältige und wie. Spannend zu beobachten war für mich der zeitgleich gestartete Wettkampf „Run & Bike“, bei dem sich zwei Sportler als Team mit Laufen und Radfahren abwechseln. Tolle Sache für Paare, dachte ich, und stapfte allein weiter.

Das Lausitzer Seenland – interessante und vielseitige Landschaft

Lausitzer Seenland 100

Hier fehlt doch Wasser? Der Großräschener See im Aufbau.
Foto: Marita Bauer

Das Seenland ist eine spannende Landschaft von herrlichem See bis zu den Gebieten, die noch sehr deutlich ihren Ursprung, den Tagebau, aufzeigen. Der See in Großräschen ist genau genommen noch keiner. Die Hafenanlage wartet auf das Wasser, die Spuren der Bagger sind deutlich zu erkennen. Ringsherum jedoch kann man die Außenanlagen bewundern und wird auch über den einstigen Ort und was dem Tagebau weichen musste informiert. Die Wettkampfstrecke mutete teilweise sehr karg an, ließ jedoch schon weite Blicke über das, bereits im künftigen See befindliche, Wasser zu.

Wer wollte, konnte direkt nahe dem Start in Großräschen in seinem Zelt oder Wohnmobil übernachten. Da ich aber erst am Montag abreisen wollte und ja, es auch richtig bequem wünschte, hatte ich mich für einen Campingplatz entschieden und es keinesfalls bereut. Zum Glück rechtzeitig genug hatte ich einen Platz auf dem Komfortcamping in Senftenberg-Niemtsch reserviert, denn als ich nach dem Wettkampf dort mein Domizil aufbaute, waren keine Plätze mehr frei.

Lausitzer Seenland 100

Blick auf die Anlegestelle in Niemtsch.
Foto: Marita Bauer

Der zauberhafte Senftenberger See

Am Sonntag schaute ich mich auf der Uferseite Niemtsch des 13 qkm großen Sees um. Eine weitläufige Liegewiese lud zum Verweilen ein. Begeistert bin ich immer noch von dem glasklaren Wasser, in dem ich lange still stand und versuchte, die um mich herum schwimmenden Fischchen zu fotografieren. Aber sie waren zu fix und hinterließen auf den Bildern kaum ihre Spuren.

Nordic Walking auf dem Uferweg wäre am Sonntag bei dem herrlichen Wetter und den zahlreichen Menschen, von denen sehr viele mit schnellen Rädern unterwegs waren, etwas schwieriger gewesen. Aber es läuft sich ja auch prima mal ohne Stöcke. Vorbei an einer Hafenanlage mit vielen Segelbooten, einem Hundebadeplatz und vielen kleinen Badestellen konnte ich immer wieder den Blick auf den See genießen. Ein „versunkenes“ Boot lockte nicht nur Kinder auf einen der Spielplätze. Wer etwas essen oder trinken möchte, wird auch damit gut versorgt. Ich entschied mich für ein leckeres Eis.

Lausitzer Seenland 100

Uferblick zum Senftenberger See.
Foto: Marita Bauer

So richtig faul zu sein, das gelang mir nicht. Ich schaue mir immer gern die Gegend an. Alles wirkte ruhig und freundlich.  Am Abend setzte ich mich an das Ufer des Sees, sah den kleinen Fischen bei ihren Tänzen zu und genoss nicht nur mit meinen Füßen das Wasser, sondern hörte dem entspannenden Rauschen zu. Die Wolkenformationen waren sehr interessant und gestalteten herrliche Farbspiele und Strukturen, auch wenn ich ahnte, dass sie ordentliche Wassermassen und Gewitter in sich trugen. Es gibt eben immer zwei Seiten. Auch wenn ich am Montag bei Wolkenbruch mein nasses Beizelt nur ins Auto werfen konnte, bedauerte ich es, schon abreisen zu müssen. Für mich ist wieder klar: Ich komme gern öfter hier her.