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Aktiv ohne Risiko

Aktiv ohne Risiko
Viele verbinden das neue Jahr mit dem Vorsatz, aktiver zu werden und mehr Sport zu treiben. Gute Idee. Damit der Einstieg auch wirklich klappt, frei von Bedenken ist und auch die richtige Dosis an Sport gefunden wird, sollte der Start mit einer sportmedizinischen Eingangsuntersuchung beginnen.
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Vor allem für absolute Neueinsteiger ist ein Check ratsam, um wichtige gesundheitliche Parameter wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder auch orthopädische Probleme zu berücksichtigten und gleich von Beginn an das richtige Maß an körperlicher Aktivität und Belastung zu bestimmen.

Eine gute sportmedizinische Untersuchung beginnt mit einer für den Arzt informativen Befragung. Aus der Krankheitsgeschichte der Familie kann er wichtige Aufschlüsse über mögliche Erbkrankheiten und somit eventuelle Risiken ziehen. Eigene Vorerkrankungen, frühere medizinische Eingriffe oder Operationen sind wichtige Informationen, ebenso Auskünfte zu Lebensweise und Ernährung, zur beruflichen Situation, zur Stressbelastung und auch zum Konsum von Genussmitteln. Bei einer Sporttauglichkeitsprüfung werden zunächst allgemeine Werte wie Alter, Größe, Gewicht, Bauchumfang und Blutdruck erfragt und gemessen. Wichtig bei Ausdauersportarten ist die Lungenfunktion, die im Rahmen der Untersuchung getestet wird.

Moderater Aufbau wichtig

Ist diese eingeschränkt, was bei Rauchern nicht auszuschließen ist, wird sich das beim   Laufen und Training schnell bemerkbar machen. Ein moderater Aufbau des Trainings bzw. der sportlichen Aktivität ist in diesem Fall sehr wichtig. Auch der Trainings- und Leistungszustand einer gesunden Lunge wird bei einem Lungenfunktionstest ermittelt. Gemessen wird dabei die Luftmenge, die maximal ein- und ausgeatmet werden kann, sowie die Geschwindigkeit der Atemzüge.

Bei den orthopädischen Untersuchungen und Muskelfunktionstests wird nach möglichen Dysbalancen, Verkürzungen und Schwachstellen geschaut, denen mit gezieltem Training entgegengewirkt werden soll, um Verletzungen und Beschwerden zu verhindern. Aus gleichem Grund werden Gelenke und Wirbelsäule untersucht, um bei Fehlstellungen und Verschleißerscheinungen präventive Maßnahmen zu ergreifen.

Mit einem Ruhe-EKG werden vor allem Hinweise zu möglichen Durchblutungsstörungen, Rhythmusstörungen oder Herzentzündungen gewonnen, was einen maßgeblichen Einfluss auf die Intensität der geplanten körperlichen Belastung hat. Diese ist wiederum – gut dosiert und gesteuert – wichtige Therapie bei entsprechenden Erkrankungen.

Nach bestandener sportmedizinischer Untersuchung steht dem aktiven Laufvergnügen nichts mehr im Weg. Foto: Rido / Fotolia

Nach bestandener sportmedizinischer Untersuchung steht dem aktiven
Laufvergnügen nichts mehr im Weg. Foto: Rido / Fotolia

Verschiedene Intervalle

Neben all den genannten Untersuchungen ist ein Belastungs-EKG vor allem für Sportler, die schön länger und regelmäßig aktiv sind, von hoher Aussagekraft für die Trainingssteuerung.

Im Rahmen einer solchen Leistungsdiagnostik werden auf einem Fahrradergometer oder auch Laufband verschiedene Belastungsintervalle gefahren oder gelaufen, bei denen Herzfrequenz, Erholungsherzfrequenz und das Blutdruckverhalten gemessen oder analysiert.

Genaue Beurteilung

Durch eine Laktatwertanalyse oder durch eine Spiroergometrie, bei der die aufgenommene Sauerstoffmenge sowie die Kohlendioxidabgabe unter steigender Belastung gemessen wird, können Stoffwechselvorgänge genau beurteilt werden. Daraus ergeben sich Empfehlungen für die verschiedenen Trainingsbereiche, das heißt bei welcher Pulsbelastung und bei welchem Tempo die jeweils besten Ergebnisse zur Verbesserung der Ausdauer oder zur Steigerung der Geschwindigkeit erreicht werden.

Eine Orientierung holen

Während für Einsteiger eine sportmedizinische Eingangsuntersuchung dringend zu empfehlen ist, sind Leistungsdiagnostiken für bereits aktive Freizeitläufer alle zwei Jahre ratsam. Häufig holen sich ambitionierte Läufer – etwa vor einem Marathon – durch eine Leistungsdiagnostik eine Orientierung, in welchem Bereich eine Zielzeit möglich ist, sodass sie sich das Rennen entsprechend einteilen. Angeboten werden die Untersuchungen und Leistungschecks von Sportmedizinern, aber häufig auch in Praxen von Allgemeinärzten sowie in Präventionszentren.

Unser Tipp

Die AOK Nordost erstattet alle zwei Jahre 90 Prozent der Kosten für die sportmedizinische Untersuchung. Für eine Basisuntersuchung werden maximal 75 Euro erstattet. Für eine erweiterte Untersuchung liegt der maximale Erstattungsbetrag bei 150 Euro.