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Eine Wandertour auf den Spuren der Spreewälder Sagen

Eine Wandertour auf den Spuren der Spreewälder Sagen
Burg kann man auf sehr unterschiedlichen Arten erkunden: mit dem Fahrrad, mit der Rumpelguste, mit Kahn, mit Skatern, mit dem Paddelboot und auch zu Fuß. Wir möchten heute eine 15 km Wandertour im Ortskern vorschlagen.
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Los geht es am Haus der Begegnung Am Bahndamm. Hier kann man sich ein gutes Buch für den Abend ausleihen, denn hier befindet sich die Spreewaldbibliothek „ Mina Witkojc“. Bei 10 000 Medieneinheiten ist die Auswahl groß. Die an Arbeitstagen geöffnete Einrichtung hat auch zwei Internetarbeitsplätze und es werden Bücher verkauft. In dem Multifunktionsgebäude berichtet eine ständige Ausstellung über die Preußische Besiedlungsgeschichte von Burg. Hier finden auch regelmäßig Veranstaltungen statt. Ein Höhepunkt ist jedes Jahr der Ostermarkt.

Eintauchen in die Spreewälder Sagenwelt

Von hier aus gelangen wir auf dem Bahndamm zur Kreuzung Ringchaussee. Davor ist noch ein Abstecher in den Kur- und Sagenpark möglich. Auf dem Weg zur Kreuzung  kommen wir zur Kräutermühle. Wer in den Park möchte biegt einfach davor links ab. In dem grünen Areal befinden sich nicht nur Bänke zum Ausruhen, sondern auch allerlei Skulpturen, die die Sagenfiguren des Spreewalds darstellen: die Irrlichter, den Wassermann, die Mittagsfrau, der Wendenkönig und viele mehr. Alle Kunstwerke sind beschriftet. Allerdings ist der Park am Anfang unserer Tour und deshalb ist hier kein längeres Verweilen ratsam.

Inmitten der Spreewaldidylle

Weidenkörbe pflechten LR

An der Kreuzung biegen wir nach links ab und begeben uns auf die Ringchaussee. Hier läuft man bis zur Kreuzung Leipe u.a. vorbei an der Spreewaldtherme und biegt nach rechts ab. Die wunderbare Spreewaldlandschaft mit Wiesen, Weiden und den typischen Spreewaldhäusern sorgt für entspanntes Laufen. Am Landhotel sieht man ein kleines Tiergehege. Wer gern italienisch isst, kann hier eine Mittagspause machen. Danach, gut gestärkt, geht es wieder auf die Ringchaussee. Auf dem Weg  sind die  Felder der Spreewaldbauern zu sehen. Erdbeeren und Spargel, Kartoffeln und Kohl sind hier angebaut.

Viel Tradition in der Trachtenstickerei

Burger Tour

Saisoneröffnung in Burg (Spreewald)

Nach einem längeren Weg gelangt man zu einem historischen Gasthaus. Das „Glück auf“ bietet eine Gaststätte mit Biergarten und Pension. Hier kann man sich mit gut bürgerlichen Mittagsgerichten, aber auch mit leckerem Kuchen oder Plinsen stärken. Die Ringchaussee führt von hier weiter bis zur Kreuzung Wendenkönigsstraße. Hier ist eine Entscheidung nötig: Wer sich für sorbisch/ wendische Trachten interessiert, der sollte einen kurzen Abstecher in die Straße machen. In der Wendenkönigstraße 10 ist die Trachtenstickerei Dziumbla. Christa Dziumbla hat in ihren Arbeitsräumen eine Ausstellung mit Puppen, die unterschiedliche Trachten tragen. Außerdem kann man beim Hausherrn Dieter Dziumbla erfahren, wie gesponnen, Körbe geflochten und Bienenhonig erzeugt wird.

Aussichtsturm mit wechselnder Geschichte

Burger Tour

Der Bismarckturm in Burg (Spreewald) LR

 

Mit diesem Wissen geht es wieder den kurzen Weg zurück zur Ringchaussee. Diese verfolgen wir bis zur Kreuzung Byhleguhrer Straße. Wir biegen hier nach links ab und  laufen entlang des Fließes bis zum Bismarckturm. Dieses Burger Wahrzeichen feiert im kommenden Jahr sein 100. Jubiläum. Er wurde ab 1915 erbaut, wegen des Kriegsausbruches wurde die Einweihung bis 1917 raus geschoben. Der aus Calauer Klinkern erbaute Turm steht auf dem Burger Schlossberg und hat eine Höhe von 27 Metern. Der Turm hat eine wechselvolle Geschichte. Die Nationalsozialisten nutzen das Bauwerk für machtvolle Aufmärsche, in der DDR-Ära trägt er den Namen „Jugendturm“. Außerdem dient der Schlossberg als Kulisse für Sagengestalten, hier sollen die Lutkis gewohnt und der Wendenkönig soll auf dem Berg sein Schloss gehabt haben. Heute ist der Turm wieder das, was er immer sein sollte: Aussichtsturm. An Tagen mit guter Sicht kann man von oben 50 km ins Land schauen. Allerdings ist  der Turm nur bis Ende Oktober geöffnet, danach nur auf Anfrage.

Viel los auf dem Schlossbergareal

In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Schlossbergareal. Hier entdeckt man die Weidenburg, die in den Sommermonaten als Veranstaltungsort dient. Daneben ist die Natur-Erlebnisuhr und auf dem Schlossberghof ist die Spreewälder Kräutemanufaktur beheimatet. Spreewaldkoch Peter Franke bietet hier Kochkurse an. In der Nachbarschaft befindet sich ein Kräutergarten. Zudem hat die Außenstelle des Biosphärenreservats einen Sitz. Die größte Sehenswürdigkeit ist das alte Spreewaldhaus, das hier an dieser Stelle in Regie und von Mitgliedern der Interessengemeinschaft „Altes Bauernhaus“ wieder aufgebaut wurde. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1726 und befand sich 2005 in den Händen von Ramona Möbus, die das Haus von dem Burger Original Annemarie Schulz geerbt hat. Nach ihrer Zustimmung wurde alles am Originalstandort abgetragen, eingelagert und Schritt für Schritt auf dem Schlossberghof wieder aufgebaut.  Das Wohn-Stallhaus kann besichtigt werden.

Zurück zum Ausgangspunkt

Die Weidenburg in Burg (Spreewald) LR

Danach geht der Weg wieder zurück ins Dorf. Vorbei an der Spreewaldmühle, am Spreewaldhafen und  an der Burger Heimatstube, die Ausstellungen zur Dorfgeschichte und zur Spreewaldbahn beheimatet und zurzeit auch eine Sonderexposition über  Spreewald-Auswanderer zeigt, sind wir nach wenigen Schritten am Haus des Gastes, in dem die Touristinformation beheimatet ist. Hier wird jeder über das Veranstaltungsgeschehen im Ort informiert, Souvenire kaufen und jeder findet auch eine Bleibe für die Nacht in einen der vielen Hotels, Pensionen und Fremdenzimmern.