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Der Urlaubsreich Test: Auf zur Peitzer „Hütte“

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Industriedenkmal, Stadtgeschichte, Musikzeitreise, Einblicke in die Fischerei, Lebenselixier Wasser – wer das Museum Hüttenwerk Peitz besucht, erlebt mehr als Eisengussgeschichte. Warum sich ein Ausflug nach Peitz für den Museumsbesuch richtig lohnt, hat Urlaubsreich-Autorin Susann Troppa herausgefunden.
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Ehrwürdig, direkt an die weitläufige Peitzer Teichlandschaft angrenzend, liegt es vor mir, das hübsche Gelände des Hüttenwerks Peitz. Durch eine große Holztür tauche ich ein in eine wechselvolle Museumslandschaft, die ich so nicht erwartet hätte.

Der Festungsstadt Peitz auf der Spur

Schautafeln im Hüttenwerk Peitz Foto: Susann Troppa

Große Schautafeln entführen mich in die Epochen von Festungsbau, Hüttenwerk, Textilstandort und Fischereigeschichte und machen mich kurz und verständlich mit dem sympathischen Festungs- und Fischereistädtchen Peitz vertraut.  Eine alte Kanone sowie passende Kugeln geben in diesem Rahmen einen kleinen Vorgeschmack auf die Eisenguss-Geschichte, die untrennbar mit Peitz vereint ist…

Wie aus einem Guss

Ausstellung “aus einem Guss” im Hüttenwerk Peitz Foto: Susann Troppa

Unglaublich, wie schwer doch so eine gusseiserne Pfanne ist! Beim Anheben der Küchenutensilien wird einem klar, warum sie nach und nach aus den Küchenschränken verschwanden und somit eine Ära zu Ende ging. Dass Gussprodukte zu mehr als Kochtopf und „Kanonenfutter“ dienten, wird im Obergeschoss deutlich. Vom Bügeleisen, Zange, Nähmaschine, bis hin zu kunstvoll verzierten Schindeln wurden hier dutzende Ausstellungsstücke gesammelt, die die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Eisenguss aufzeigen. Dabei fallen besonders die kunstvoll gestalteten Klemmbretter ins Auge – ein Vorläufer des Waffeleisens quasi. Der darin zubereitete Klemmkuchen gilt bis heute als Peitzer Spezialität und wird gern zu Veranstaltungen im Hüttenwerk serviert.

Als wäre die Zeit stehengeblieben

Perfekt eingestimmt auf die Gießereigeschichte geht es nun in das Herzstück der Ausstellung in die alte originalgetreue Hochofenhalle mit den Hochöfen. Als hätte der Gießer gestern erst abgeschlossen, wird hier das Zeitreiseerlebnis perfekt. Wer sich selbst die Hände schmutzig machen möchte, kann selbst im sogenannten Masselbett Modelle in den Formsand drücken. Schließlich schaue ich mittels VR-Brille dem Eisengießer virtuell wahrlich bei der Arbeit über die Schulter. Ein Gefühl von mittendrin statt nur dabei.

Ein Funkeln und Glitzern

Mineralienausstellung im Hüttenwerk Peitz Foto: Susann Troppa

Das Kontrastprogramm zur staubigen Hochofenhalle wartet bereits im nächsten Raum. Farbenfroh, glitzernd und in ihrer ganzen Vielfalt strahlt hier die Mineraliensammlung des 94jährigen Peitzers Hanskarl Möller in voller Pracht und zeigt, welch tolle Farben und Formen in der Natur entstehen.

Fischereiausstellung im Hüttenwerk Peitz Foto: Susann Troppa

Vom Fischer und seinem Karpfen

Wussten Sie, dass Peitzer Karpfen auch in Russland und England als Exportschlager galt? Oder das ein Teil der Peitzer Karpfen am Kraftwerk quasi „Fischwellness“ genießen? Viel zur Fischereigeschichte und natürlich zum Peitzer Karpfen erfahre ich in der Sonderausstellung im nächsten Raum. Ein echt interessanter Rund-um-Blick, der mittels Teichdiorama selbst unter der „Wasseroberfläche“ kratzt.

Wasser im Fokus

Apropos Wasser: Auch diesem wird im Hüttenwerk besondere Achtung geschenkt. Vorbei am rauschenden Wasserfall geht es ins ehemalige  Turbinenhaus, in dem ich erfahre, dass Wasser mehr als Lebensraum und Grundnahrungsmittel ist.

Auch Treppensteigen lohnt sich

Wussten Sie, dass Peitz zu einer der Jazzhochburgen Deutschlands gehört? Wer mehr über „Woodstock am Karpfenteich“ erfahren möchte, sollte unbedingt die schmale Holztreppe hinauf in das Dachgeschoss erklimmen. Hier oben gibt es nicht nur musikalisch was auf die Ohren. Im Sommer können hier auch die Nistplätze von Fledermäusen beobachtet werden und ganzjährig ein Blick in den Hochofen von oben geworfen werden. Ich will noch höher hinaus und steige dem Hüttenwerk Peitz abschließend noch aufs Dach. Dort erwartet mich ein toller Panoramablick auf die Stadt Peitz und die Peitzer Teichlandschaft. Absolut lohnenswert!

Panoramablick vom Dach des Hüttenwerks Peitzz Foto: Susann Troppa

 

 

 

 

 

Das Urlaubsreich.de Testergebnis

Für mich ist klar, der nächste Radausflug mit meinen drei „Männern“ führt von Cottbus aus, über die Peitzer Teiche hierher. Die vielen Ausstellungsräume mit unterschiedlichen, interessanten Themen, viel zum Entdecken, Anfassen, Erklimmen und wer will sogar schmutzig machen. Das klingt nach einem tollen Abenteurertag für mich und meine Jungs!

Infos:

Eisenhütten- und Fischereimuseum
Hüttenwerk 1
03185 Peitz
www.tourismus.peitz.de

Eintritt:

Erwachsene:  3,50 €
Ermäßigt:  2,00 €
Kinder bis 7 Jahre: frei

Öffnungszeiten

Die aktuellen Öffnungszeiten erfahren Sie unter www.tourismus.peitz.de

 

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Autor: Urlaubsreich.de