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Mit dem Spreewaldkahn durch die Teichlandschaft

Mit dem Spreewaldkahn durch die Teichlandschaft
Kahnfahren kann man jetzt auch in Peitz. Urlaubsreich-Autorin Susann Troppa ist neugierig geworden und hat das neue Angebot für Sie getestet.
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Dem Charme der beschaulichen Fischer- und Festungsstadt Peitz und der angrenzenden Teichlandschaft bin ich bereits vor längerer Zeit erlegen. Verbinde ich doch mit ausgiebigen Radtouren durch die Teichlandschaft, Fischerfest und Abfischen viele schöne Familienerlebnisse.  Umso neugieriger bin ich darauf, ob mich Kahnfahren als neues touristisches Angebot genauso begeistern wird.

Kahnfahren durch die Peitzer Teichlandschaft

Das Werbeversprechen klingt schon mal vielversprechend. „Kahnfahren auf dem Hammergraben durch die Peitzer Teichlandschaft.“ Als Spreewaldgewächs von den klassischen Kahnfahrten ein wenig gelangweilt, packt mich die Neugier und so freue ich mich über die Einladung von Hotelbesitzer Andreas Roschke, das neue Angebot in Peitz zu testen.

Idyllische Tour durch die Peitzer Natur

Los geht’s am Hüttenwerk in Peitz. Schon beim Einsteigen in den Kahn ist da dieses vertraute Geräusch aus Kindertagen. Das Klirren beim Abketten des Kahns, das so nur bei original Holzkähnen klingt und leider an manchen Stellen im Spreewald verstummt ist.  Bereits nach zwei Minuten auf dem Kahn wird das Spreewaldgefühl weiter verstärkt. Wir tauchen ein in einen Tunnel aus Bäumen, Blättern und Sträuchern. Vogelgezwitscher überall, ab und zu mal ein Radfahrer, aber sonst Ruhe und Stille. Keine anderen Kähne, keine Paddler, nur wir.

Historische Fakten inklusive

Bei der Weiterfahrt komm ich ins Gespräch mit Hotelbesitzer Andreas Roschke, der den Kahn gerne stakt, wenn er Zeit findet. Ich erfahre mehr über die Geschichte der Region.  Wie zum Beispiel die Landschaft ursprünglich als Schutzwall für die Festungsstadt diente und zu einer der größten Teichlandschaften Deutschlands umfunktioniert wurde. Oder das jährlich 650 Tonnen Karpfen geerntet werden, von denen allein 1,5 Tonnen im Restaurant des Hotels Goldener Löwe auf den Tellern der Gäste landen.

Aus Idee mach Wirklichkeit oder Wie das Kahnfahren nach Peitz kam

Auch möchte ich wissen, wie ein Peitzer zum Kahnfahren kommt und erfahre, dass sich Andreas Roschke bereits als kleiner Junge in seinem Heimatdorf Burg (Spreewald) beim Kahnfahren sein Taschengeld verdiente. Dass Andreas Roschke bei guten Ideen nicht zögert, merke ich auch bei der Geschwindigkeit, in der er aus der Idee, Kahnfahren nach Peitz zu bringen, Wirklichkeit werden ließ.

Angestachelt von der Vision der Peitzer Tourismuschefin Julia Kahl machte er im Frühjahr letzten Jahres seinen Kahnschein und bereits im Mai 2016 gab es die Jungfernfahrt auf dem Hammergraben. Mittlerweile reicht das Angebot von Frühaufsteherfahrten in den Sonnenaufgang, über Mondscheinfahrten mit Menü bis hin zu Glühweinkahnfahrten.

Geht nicht, gibt´s nicht

Geht nicht, gibt’s nicht scheint generell das Motto von Andreas Roschke zu sein. „Die Gäste müssen nur mit uns reden, wir finden schon eine Lösung“ sagt er und schwärmt im gleichen Atemzug von seinem Team, welches für ihn wie Familie ist.

Zurück am Hüttenwerk angekommen, bleibt das Gefühl eines wahrhaft authentischen Spreewalderlebnisses haften, umgesetzt von einer ebenso authentischen und sympathischen Person, bei der man gern zu Gast ist.

WEITERE INFORMATIONEN UND BUCHUNG

Hotel & Restaurant zum Goldenen Löwen

Marktstraße 10

03185 Peitz

Telefon: 035601/80940

www.hotel-peitz.de

Autor: Susann Troppa