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Mit dem Rad auf Leichhardts Spuren von Trebatsch nach Cottbus

Mit dem Rad auf Leichhardts Spuren von Trebatsch nach Cottbus
Der Leichhardt-Trail zwischen Trebatsch (Oder-Spree) und Cottbus ist ein naturbelassener und asphaltierter Rad- und Wanderweg. Er wurde im Mai 2013 eingeweiht. Die Strecke ist 54 Kilometer lang. Sie führt entlang wichtiger Stationen Ludwig Leichhardts. Der Forscher und Entdecker wurde in Trebatsch geboren.
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Ludwig Leichhardt hat Geschichte geschrieben und Spuren hinterlassen. Nicht nur in Australien, wo er den Kontinent erforschte, sondern auch in seiner Heimat. Wer möchte, kann sich mit dem Fahrrad auf seine Spuren in der Lausitz begeben.

Los geht’s in Leichhardts Geburtsort

Die Tour beginnt in Trebatsch. In Sabrodt, einem späteren Ortsteil von Trebatsch, wurde Ludwig Leichhardt am 23. Oktober 1813 geboren. Trebatsch ist eine alte slawische Niederlassung und wurde 1324 erstmals urkundlich erwähnt. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen etwa die 1868 im neugotischen Stil errichtete Kirche, Fachwerkhäuser der ehemaligen Saatzucht sowie das einzige Ludwig-Leichhardt-Museum in Deutschland.

Urlaubsparadies mit Kängurus

Von Trebatsch aus steuern wir den Schwielochsee an und sind nach etwa sechs Kilometern in Zaue. Der kleine Ort ist ein idyllisches Urlaubsparadies. Im Ferienhaus- und Campingpark „Ludwig Leichhardt“ leben auch Kängurus, die ursprünglich im Südosten Australiens beheimatet sind. Auch die mehr als 700 Jahre alte Marienkirche in Zaue ist sehenswert und geschichtsträchtig. Ludwig Leichhardt wurde dort vom legendären Pastor Rödelius unterrichtet.

Von Zaue aus radeln wir weiter und erreichen nach rund vier Kilometern Goyatz – einen staatlich anerkannten Erholungsort in reizvoller Lage am Schwielochsee. Der Ort ist ein Paradies für Naturliebhaber und Wassersportler. Und es gibt in verschiedenen Objekten Spannendes zu entdecken, etwa im Heimatmuseum im historischen Bahnhofsgebäude. Nach dem Abtauchen in die Vergangenheit schwingen wir uns wieder auf unser Fahrrad und radeln weiter. Nach vier Kilometern erreichen wir den Großen Mochowsee. Der dortige Campingplatz befindet sich in äußerst reizvoller Lage. Der Naturbadesee begeistert mit glasklarem Wasser. Ein Naturlehrpfad um den See lädt zum Wandern ein.

Unterwegs auf „Rampe 6“

Wir bleiben jedoch auf den Spuren Ludwig Leichhardts. Der Weg nach Byhlen führt über sandige Waldböden. Nach rund sechs Kilometern erreichen wir die „Rampe 6“. Über diese überhöhte Stelle wurden früher Waren wie etwa Holz und erlegtes Wild verladen und umgeladen. Auch der Australienforscher Ludwig Leichhardt soll auf der alten Handelsverbindungsstraße von Trebatsch aus zur Ausbildung nach Cottbus gelaufen sein. Die Kreuzung an der „Rampe 6“ ist heute zentraler Punkt für Ausflüge und Exkursionen. Vor einigen Jahren wurde dort eine Schutzhütte errichtet.

Von dort aus sind es noch fünf Kilometer bis Byhlen. Im kleinen Ort der Gemeinde Byhleguhre-Byhlen ist „Pintschens Quell“ sehenswert. Der Quell sprudelt ständig und gehört zu den ergiebigsten Quellen in der Region; auch ein Wasserrad ist zu sehen. Unter großen Eichen kann eine Pause gemacht werden. Drei Kilometer sind es jetzt noch bis Byhleguhre. Der alte Kiesschacht dort ist ein beliebter Treffpunkt. Angler gehen am Gewässer ihrem Hobby nach. Touristen rasten gern am idyllischen Fleck. Ein Gedenkstein in der Ortsmitte erinnert an die Ersterwähnung des Dorfs. Er wurde anlässlich des 700. Geburtstages im vergangenen Jahr aufgestellt. Von Byhleguhre aus radeln wir weitere 26 Kilometer über Schmogrow und Briesen bis nach Cottbus, wo Ludwig Leichhardt das Gymnasium besuchte.

Vom Schwielochsee nach Cottbus

Etwa ein Drittel der gesamten Strecke zwischen Trebatsch und Cottbus sind naturbelassene Wege und Pfade. Wir radeln am Schwielochsee entlang und durch ausgedehnte Wälder zwischen Goyatz, Mochow und Byhleguhre. Eine landschaftlich reizvolle, anfangs sogar etwas hügelige Strecke. Als Wegkennzeichen auf dem Leichhardt-Trail dient ein springendes Känguru auf gelbem Hintergrund. Die Känguru-Schilder weisen Radlern den Weg zwischen Trebatsch und dem Schloss Branitz in Cottbus.

 

Autor: Andreas Staindl