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Handwerk trifft Genuss – Mit dem Rad durch die Niederlausitz

Handwerk trifft Genuss – Mit dem Rad durch die Niederlausitz
Zwischen Forst und Bad Muskau lassen sich reichlich Abenteuer, Handwerkskunst und fürstliche Genüsse erleben. Die gut 100 Kilometer lange Tour „Handwerk-trifft-Genuss“ macht das möglich.
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Sport meets Kultur in Forst (Lausitz)

Wer in Forst Station machen möchte, kann an diesem Wochenende gleich zwei Traditionen live erleben: Im Rad- und Reitstadion werden die Deutschen Meisterschaften der Steher ausgetragen. In der Spinnerei Forst zeigen und erklären Ludwig Mehler und seine Mitarbeiter am Sonntag ab 10 Uhr bei einem Tag der offenen Tür wie aus Naturfasern klassische und moderne Wollstoffe für Oberbekleidung  entstehen.

Roseneis im Ostdeutschen

Steffi Ludwig

Rosengarten

Immer den Neißedamm entlang erreicht der Radwanderer den Ostdeutschen Rosengarten in Forst. Zum Auftanken bietet sich das Restaurant „Rosenflair“ an. Dabei sollte unbedingt das Rosen-Eis probiert werden. Es wird mit Rosenwasser hergestellt und ist eine Eigenkreation der Bäckerei Fumfahr aus Forst-Noßdorf, die schon in vierter Generation geführt wird.

Vielfältiges Handwerk rund um Forst (Lausitz)

„In der Niederlausitz übten bereits ab dem Mittelalter Schumacher, Glasmacher und später die Töpfereien und Winzer, ihr Handwerk aus. Beim „Schuh“- Dockter in Forst oder in der Töpferei Kamilla in Jethe (Gemeinde Wiesengrund), wird noch heute traditionelles Handwerk ausgeführt“, sagt Petra Neumann, Geschäftsstellenleiterin Tourismusverband Niederlausitz. Dadurch könne der Wert des Handwerks nahegebracht und nacherlebbar gemacht werden, wie viel Arbeit in den Produkten steckt, ob Sandale, Tonkrug,  handgemachter Ziegenkäse, Schokolade oder echtes Bäckerbrötchen.

All diese Genüsse sind neben altem Handwerk und sorbischer Tradition entlang der Strecke möglich. Dafür sorgen zahlreiche regionale Produzenten und Hofläden zwischen Forst, Döbern, Preschen, Hornow, Schleife, Gablenz und Bad Muskau. „Zu empfehlen sind die Schokoladenvielfalt in der Confiserie Felicitas in Hornow oder der Ziegenkäse aus Pusack mit einem guten Schluck Wein vom „Wolfshügel“ in Jerischke im Geopark Muskauer Faltenbogen“, sagt Neumann.

Der Geopark hat in diesem Jahr das Siegel Unesco Global Geopark erhalten und umrahmt somit würdig den Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, der zum Unesco Weltkulturerbe zählt, und ein Höhepunkt der Handwerk-trifft-Genuss-Tour 2 ist.

Tour mit vielen Sehenswürdigkeiten

„Bei der Rundtour über gut 100 Kilometer bietet es sich an, Übernachtungen mit einzuplanen“, rät Petra Neumann. Sie regt auch an, zusätzlich einen Paddel- und Pedale-Abstecher einzuplanen und zum Beispiel von Bad Muskau aus mit dem Schlauchboot oder Kanu auf der Neiße Richtung Forst bis Zelz/Bahren zu fahren. „Diese Kombination ist einmalig im Land Brandenburg.“ Vorabsprachen sind unbedingt ratsam. Nicht alle Anbieter haben montags bis sonntags geöffnet.

Tourenhöhepunkte:

  • Jende Posamenten-Manufaktur Forst: Führungen nach Absprache, kostenpflichtig.
  • Ostdeutscher Rosengarten: geöffnet von 9 bis 19 Uhr in der Saison.
  • Bad Muskau: Fürst-Pückler-Park mit Schloss. Hier ist die Ausstellung zu Hermann Fürst von Pückler, geöffnet, täglich von 10 bis 18 Uhr
  • Döbern: Glasmanufaktur Hedwigshütte (Glasveredelung) Öffnungszeiten: Mo-Fr. 10 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr und Cristallica Kingdom
  • Klein Kölzig Alte Ziegelei: In den Sommermonaten und auf Bedarf von Schulklassen und touristischen Gruppen finden Führungen in der Ziegelei und Fahrten mit der Ziegeleibahn statt.
  • Schleife Sorbisches Kulturzentrum: Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag 10.00 – 17.00 Uhr
    Sonntag: 13.00 – 17.00 Uhr, Eintritt: 1,00 Euro, freier Eintritt für Kinder bis 14 Jahre
  • Bloischdorf Niederlausitzer Sorbisches Dorfmuseum: Öffnungszeiten: April – Oktober: Dienstag – Freitag:12 bis 17. Uhr Samstag; Sonntag, Feiertag 14 bis  17 Uhr. Eintrittspreise: Erwachsene 2,50 Euro, Kinder 1,00 Euro.
  • Hornow Confiserie Felicitas: mit SchokoladenLand mit Mitmach-Schauwerkstatt und Café, Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 8 bis 18 Uhr, Sonntag 14 bis 18 Uhr.
  • Hornower Bockwindmühle: Besichtigungen sind nach Absprache mit Frau Nitschke unter Telefon 03 56 98 / 4 22 möglich.
  • Klein Loitz Minipony-Ranch: mit Wohnmobilstellplatz
  • Bohsdorf: Erwin-Strittmatter-Gedenkstätte “Der Laden”, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und feiertags von 11 bis 17 Uhr.
  • Jethe: Töpferei Kamilla, im Juli Sommer-Wochenend-Workshops möglich nach Anmeldung.

Saisonhöhepunkte:

  • Sonntag, 22. Juli und 29. Juli: Ostdeutscher Rosengarten Forst – jeweils 19. Uhr Romantische Nachtführung im Ostdeutschen Rosengarten Forst mit Rosenbowle und Rosen-Menü im Restaurant „Rosenflair”, 45 Euro pro Person, nur mit Voranmeldung über Tourist-Information Forst, Telefon 03562 989 350.
  • Sonntag 31. Juli: Ostdeutscher Rosengarten Forst – Rosengarten-Sonntag mit Führung um 11 Uhr unter dem Motto „Schneewittchen und Rosenrot – Rosenfarbpracht und Begleitpflanzen“. Um 15 Uhr literarisch-musikalisches Programm. Eintritt: Erwachsene 5,00 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Kinder bis sechs Jahre frei, Hunde 2,00 Euro.
  • Freitag, 29. Juli, 20 Uhr: Neues Schloss – Schlossinnenhof  Pückler-Park Bad Muskau: Begegnungen zur Blauen Stunde, Abendlicher Parkspaziergang,
    Eintritt: 10 Euro