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Nesterbau im Spreewelten Bad Lübbenau

Nesterbau im Spreewelten Bad Lübbenau
Mit dem 1. März beginnt die Frühlingszeit. Zwar ist das Wetter nicht so, wie wir es uns für die Zeit wünschen, aber lange dauern wird es nicht mehr. Das merken auch die 18 Humboldt-Pinguine im Spreewelten Bad Lübbenau und bereiten ihre Nester vor.
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Mehr oder weniger fleißig schleppen die Pinguine zurzeit Stöckchen für Stöckchen in ihre Bruthöhlen, zur Vorbereitung auf die Paarungszeit. Wie auch bei uns heißt es bei den Tieren: Wer zuerst kommt, malt zuerst. Heißt, wer am schnellsten ist, bekommt auch die Bruthöhle. Die anderen Frackträger müssen die nehmen, die noch frei sind.

„Als sie regelrecht mit ihren Füßen gescharrt und immer wieder in die Bruthöhlen reingeschaut haben, wusste ich, jetzt geht es los“, erzählt Laura Schäfer, Tierpflegerin in den Spreewelten. Damit die Pinguine auch genug Nistmaterial finden, legt sie ihnen Birkenreisig in ihre Anlage.

Für die Bruthöhlen wird fleißig Nistmaterial geschleppt

Pinguine im Spreewelten Bad Lübbenau

Spreewelten-Pinguine sammeln Zweige, um ihr Nest auszustatten.

Einige der Humboldt-Pinguine arbeiten tatkräftig an der Ausstattung ihrer Bruthöhle, um diese schnell fertig zu bekommen. Volti ist einer davon. Während sich seine gefiederten Freunde bei der Fütterungszeit gierig um jeden einzelnen Fisch streiten, schleicht sich der Pinguinmann unbemerkt in fremde Bruthöhlen und stiehlt das Nistmaterial für seine eigene Höhle. Laura Schäfer schmunzelt über dieses Verhalten: „Danach stellt er sich unschuldig zum Futterplatz dazu, als ob nichts gewesen sei.“.

Andere Pinguine gehen entspannter an die Sache ran. Pinguindame Luna zeigt deutliches Desinteresse gegenüber dem Nestbau ihres Partners Alex an. Tierpflegerin Laura Schäfer schüttelt darüber nur ungläubig ihren Kopf: „Sie geht nicht mal gucken!“ Dafür schaut Luna mit Alex lieber bei den Nachbarn vorbei. Doch die sind nicht immer so begeistert darüber. „Lausi schmeißt sie aber immer gleich raus“, so Laura Schäfer. „Er will scheinbar nicht gestört werden.“

Hotel Mama ist am schönsten

Aber es geht auch anders, wie Tilly und Paul zeigen. Wenn Pinguinfreunde zu Besuch kommen, verhalten sich die beiden Achtjährigen offenherzig und ihrem Nachwuchs gegenüber sind sie sehr tolerant. So darf das sieben Monate alte Jungtier immer noch bei ihnen übernachten und es sieht nicht so aus, als ob er freiwillig auf die Nestwärme seiner Eltern verzichte möchte. „Mal schauen, ob sie ihn bald hinaus bitten – wenn sie in Ruhe neue Eier legen wollen“, überlegt die Tierpflegerin.

Ab Herbst 2018 wird das Pinguin-Paradies noch größer

Insgesamt 28 Küken haben die Humboldt-Pinguine vier Jahre in Folge groß gezogen. Badleiter Axel Kopsch sieht das sehr positiv: „Ein Zeichen, dass sie sich wohl fühlen und dass es ihnen bei uns gut geht.“ Und ab Herbst 2018 werden sie es noch besser haben.

„Beim Umbau im nächsten Jahr vergrößern wir die Wasserflächen für die Pinguine und auch für die Besucher um ein Vielfaches“, erzählt Kopsch. Zusätzlich zum bereits großzügig geschnittenen Becken, bekommen die Pinguine weitere Möglichkeiten zum Schwimmen und Tauchen. Zusätzliche Bruthöhlen seien ebenfalls geplant.

Die Pinguinpaare in den Spreewelten können als Frühlingsboten somit ganz entspannt ihre Bruthöhlen zurechtmachen.