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Sportbegeisterter Spreewald – Nordic Walking beim Spreewaldmarathon

Sportbegeisterter Spreewald – Nordic Walking beim Spreewaldmarathon
Alljährlich nehmen viele Sportler an Wettkämpfen im Spreewald teil. Das bedeutendste Ereignis ist wohl der Spreewaldmarathon, an dem in diesem Jahr 12.216 (1) Sportbegeisterte in den Disziplinen Lauf, Wandern, Radsport, Nordic Walking, Scaten und Kanu über verschiedene Distanzen teilnahmen.
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Aber auch Wettkämpfe mit geringeren Teilnehmerzahlen haben ihren Reiz, so zum Beispiel die Läufe im Branitzer Park, an der Bärenbrücker Höhe. Der Lausitzer Seenlauf darf keinesfalls unerwähnt bleiben, genau wie der Schneeglöckchenlauf in Burg. Gern nehmen wir Nordic Walkerinnen daran teil und verbinden, wie ich schon öfter berichtete, den Wettkampf mit touristischen Aktionen in der herrlichen Region.

Vom Sinn der Wettkämpfe

Nordic Walking kann man selbstverständlich auch ohne Teilnahme an Wettkämpfen sinnvoll ausüben. Trotzdem freue ich mich jedes Mal, wenn von mir trainierte Nordic Walker, besonders die Frauen, die nach/mit schweren Erkrankungen mitmachen, mich begleiten und sich der Herausforderung stellen.
Aus dem Kalten, wie wir sagen, also total unvorbereitet, sollte man sich den Strecken aber keinesfalls stellen. Denn die Wettkampfsituation lässt keinen Teilnehmer unberührt und man ist dann doch schneller und ehrgeiziger dabei. Überforderung jedoch, die sich später in Schmerzen oder zu großer Anstrengung mit starker Erschöpfung ausdrücken kann, ist eher demotivierend. Der Spaß darf bei aller Belastung nicht verloren gehen.
Herausforderungen, die man erfolgreich bewältigt, sind Motivationsschübe und machen Mut, seinem Alltag und Problemen besser gewachsen zu sein.

Nordic Walking Spreewaldmarathon

Bereit für den Nachlauf.
Foto: Marita Bauer

Wettkampfvorbereitung

Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme sind:

  • ausgewogene Lauftechnik
  • angemessene Kleidung
  • passende Nordic Walking Stöcke
  • angemessener gesundheitlicher Zustand

Nach meinen Beobachtungen klemmt es schon bei etlichen Teilnehmern daran. Treckingstöcke oder Wanderstöcke sind keinesfalls die richtigen Stöcke für Nordic Walking. Sie lassen die korrekte Technik nicht zu. Oft sieht man dann die Nutzer dieser Stöcke ihr Wettkampfgerät ins Ziel tragen, weil zum Beispiel die Hände zu sehr ermüden, da die Griffe viel zu dick sind. Kein Fußballer würde einen Handball zum Spiel nutzen. Alles Ball, doch bei jedem gibt es kleine aber feine Unterschiede.

Weiterhin muss man über Erfahrungen hinsichtlich der Streckenlänge verfügen. Das ist wichtig, um seine Kraft richtig einzuteilen. Selbstverständlich muss man einen Halbmarathon nicht immerzu über die volle Länge üben. Aber selbst 5 Kilometer haben es für Ungeübte in sich. Nach meinen Beobachtungen überschätzen sich gerade auf den kurzen Distanzen so manche Freizeitsportler. Natürlich sollte man bei den langen Distanzen auch über angemessene Vorbereitung verfügen. Haben Sie unterwegs nicht übertriebenen Ehrgeiz!

 Wer vernünftig trainieren will, sollte sich über Grundlagen der Trainingssteuerung schon informieren, damit Belastung und Pausen sinnvoll gesetzt werden, Trainingsintervalle stimmig sind. Dauerpower ist keinesfalls Garant für Erfolg. Irgendwann zieht der Körper die Notbremse. Oftmals dann so heftig, dass der Betroffene lange keinerlei Sport ausüben kann. Knie oder Hüfte gehen gern in Dauerstreik.

Nordic Walking trainiert man niemals nur mit Nordic Walking! Das gilt für jede Sportart, dass verschiedene Methodiken notwendig sind.

Nordic Walking Spreewaldmarathon

Maritas Gurkensammlung
Foto: Marita Bauer

Gut beraten ist jeder, der nicht beratungsresistent ist und sich gut ausgebildeten Nordic Walking Instruktoren anvertraut. Ich wiederhole es hier nochmals, es kommt auf die sinnvolle Vorbereitung an und die Kenntnis verschiedener Trainingsmethodiken verbunden mit korrekter Technik, wenn eine Wettkampfteilnahme zu einem positiven Erlebnis werden soll.

Unsere diesjährige Teilnahme am Spreewaldmarathon

Den Nachtlauf in Lübbenau über Lehde am Freitagabend nutzten wir wieder zum Einlaufen. Ohne Zeitvorgaben walkten wir so, wie es sich für uns gut anfühlte. Wir nahmen uns genug Zeit, um unterwegs die Strecke und das romantische Ausleuchten durch Kerzen usw. zu genießen. Wir spürten, dass wir gut in Form sind und genossen die 5 Kilometer sehr.

Sonnabend, nach einem ausgiebigen und gemütlichen gemeinsamen Frühstück, fuhren wir zum Branitzer Park, spazierten zum Schloss, um es zu besichtigen. Auf dem Weg zurück zum Parkplatz genossen wir nochmals die herrlichen alten Bäume und die Frühlingsblüher und fuhren dann in die Cottbuser Innenstadt. Ein lustiger Einkaufsbummel, wir suchten einen fröhlichen Kopfschmuck für uns vier, der anschließend genussvolle Kaffee ließ uns trotz unfreundlichen Wetters in beste Laune gelangen. Auf der Rückfahrt zum Quartier machten wir einen Abstecher zur Bärenbrücker Höhe, wanderten zum Aussichtspunkt, sahen zum Tagebau hinunter und spürten eines: Uns geht`s gut!

Nordic Walking Spreewaldmarathon

Aussicht in Bärenbrück
Foto: Marita Bauer

Am Abend waren dann wieder 5 Kilometer Nachtlauf angesagt, bei dem wir mit unserem Tempo sehr zufrieden waren. Aber auch da ging es nicht um Rekorde, denn am Sonntag waren ja 10 Kilometer vorgesehen. Also aktive Entspannung, und das war bei der Streckenführung und dem Feuerwerk gegeben.

10 Kilometer in 1:40. Ich als Trainerin bin sehr zufrieden. Es lief im Vorfeld vieles gesundheitlich nicht optimal, so hatte Eine den diesjährigen heftigen grippalen Infekt  hinter sich und auch so manch andere Widrigkeit stand im Wege.

Randi übrigens nutzte die Möglichkeit in Burg, sich typisieren zu lassen, also als Knochenmarkspenderin zur Verfügung zu stellen. Leider fielen wir anderen aufgrund unserer Erkrankungen raus.

Am Montag zu Hause, an unserem normalen Trainingstag, schlenderten wir eher mit unseren Stöcken durch den Oranienburger Schlosspark, erholten uns und bei einer Tasse Kaffee ließen wir das herrliche Wochenende Revue passieren. Denn, ehrlich, bei allem Spaß und der spürbaren psychischen Erholung, anstrengend war es trotzdem.

(1)www.spreewaldmarathon.de