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Aus Liebe zum Kürbis: Zu Besuch bei Spreewälder Kürbis-Züchtern

Aus Liebe zum Kürbis: Zu Besuch bei Spreewälder Kürbis-Züchtern
Vom 7. September bis 31. Oktober finden die diesjährigen Kürbiswochen im Spreewald statt. Der perfekte Anlass, um die Kürbis-Profis Viola und Udo Frenzel in Müschen, einem Ortsteil von Burg im Spreewald, zu besuchen.
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Burg (Spreewald). Ein Blick zum Himmel. Es sieht nach Regen aus. „Nicht schlecht. Da brauchen wir heute vielleicht gar nicht mehr bewässern“, schmunzelt Viola Frenzel. Denn ihre und Ehemann Udos Lieblinge haben nämlich immer Durst. Viel Durst sogar. „Kürbisse brauchen jede Menge Feuchtigkeit und angenehme Temperaturen. Dann sind sie glücklich“, verrät die Züchterin und blickt zurück: „Auf unserer großen Feldfläche direkt im Ort haben wir vor sieben Jahren zum ersten Mal Kürbisse angebaut.“ Der Beginn eines kleinen Kürbis-Märchens. Doch, das kann man schon so sagen.

Circa 15 verschiedene Sorten

„Anfangs wurden wir etwas belächelt“, verrät Udo Frenzel. Aber die Zeiten sind vorbei. Denn längst sind Frenzels Kürbisse Kult. Auf etwa 2000 Quadratmetern wachsen „Deutscher Zentner“, Hokkaido, Muskat & Co. nebeneinander auf. Insgesamt sind es circa 15 verschiedene Sorten. Mal kleiner, mal größer, mal riesengroß. Auch eine Frage der Logistik. Stichwort Ernte. „Die Riesen haben wir an den Außenbereichen des Feldes gepflanzt, um sie am besten gleich ins Auto verladen zu können. Die eher kleinen Zierkürbisse finden sich in der Mitte. Die sind ja nicht so schwer beim Transport“, lacht Viola Frenzel.

Immer andere Aromen

Liebevoll arrangiert werden die Kürbisse auch vor dem Grundstück von Familie Freunzel in Burg (Spreewald / OT Müschen). Ganzjährig grüßt im Eingangsbereich der große Kürbis aus Eichenholz.

Logisch, dass jetzt die Frage nach dem größten Kürbis kommt. „Den mussten zwei Mann in einer Decke schleppen. Und da mussten sie richtig zupacken. Seine 40, 50 Kilo hatte der Kürbis bestimmt“, erinnert sich Viola Frenzel. Obwohl, auch hier ist es wie im wahren Leben. Auf die Größe kommt’s gar nicht an. Vielmehr zählen andere Sachen. Innere Werte zum Beispiel. Vor allem, weil die so lecker sind. Viola Frenzel: „Ich liebe Kürbissuppe und süß-saures Kürbiskompott. Mit verschiedenen Sorten gibt es immer andere Aromen und einen etwas anderen Geschmack.“

Fantasie und Romantik

Weniger gut munden die Zierkürbisse … 🙂 Aber dafür sehen sie verdammt gut aus und verschönern liebevoll dekoriert jeden Raum. Nicht zu vergessen, der „furchterregendste“ aller Kürbisse: der Halloween-Schnitz-Kürbis. Nun ja, wir haben hier absichtlich mit Anführungszeichen gearbeitet. Denn so gruselig sieht er im Original gar nicht aus.  Bis zu Halloween … Oder in Burg im Spreewald eben: Bis zur „Nacht der Kürbisgeister“ am Bismarckturm (Diesmal übrigens am 5. Oktober!) Denn dann werden Kürbisse geschnitzt. Udo Frenzel: „Im vorigen  Jahr haben wir es zum Fest bei uns am Stand zum ersten Mal angeboten. Und vor allem die kleinen Besucher sind absolut begeistert gewesen.“ Weil’s a.) gar nicht schwer ist. Und b.) das Ergebnis verzaubert. Aber der Kürbisschnitz-Reihe nach. Erst wird der Deckel entfernt, dann das Innere ausgehöhlt. Dann wird mit Stift das Motiv auf die Schale gemalt und anschließend mit einem Messer ausgeschnitzt.

Das Schöne: Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Und *schmacht* … Der Romantik ebenfalls nicht. „Im letzten Jahr hat ein Junggesellinnenabschied sogar eine Kürbisbraut mit Herz-Äuglein und Gardinen-Schleier gezaubert“, lächelt Viola Frenzel.

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Ob diesmal erneut „ge-Kürbis-heiratet“ wird? Wer weiß. Auf alle Fälle ist die Vorfreude auf die Frenzel’schen Kürbisse schon riesengroß. Udo Frenzel: „Unsere Stammkunden haben bereits Bestellungen aufgegeben.“ Die kommen zum Großteil aus Deutschland. Doch die Kürbisse aus Müschen haben auch internationale Fans. „Wir hatten bei uns auf dem Hof schon Gäste aus Amerika, Kanada und Frankreich. Die sind von der Landwirtschaft und unseren Kürbissen absolut angetan gewesen.“ Ein bisschen Stolz schwingt in diesem Satz natürlich mit. Vollkommen zu Recht. Denn Familie Frenzel investiert viel in ihre „runden Lieblinge“. Wässern, wässern, wässern. Das hatten wir ja schon. Aber alle zwei Wochen wird die Erde um jeden einzelnen Kürbis zur besseren Belüftung und Wasseraufnahme gehäckelt und gelockert. Auf 2000 Quadratmetern! „Das dauert gut und gern zwei Tage“, sagt Viola Frenzel und schmunzelt: „Aber für unsere Kürbisse und die Freude, die sie in ihrer Vielfalt bereiten, machen wir das gern.“

Tipp:

Unter dem Motto „rund und gesund - Kürbiswochen im Spreewald“ können Besucher in Burg im Spreewald vom 7. September bis 31. Oktober 2019 vielfältige Angebote rund um den Kürbis erleben, von der wohltuenden Massage bis hin zu raffinierten Menüs.

 

Autor: Urlaubsreich.de