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Spreewälder Idylle und kulinarischem Hochgenuss im Restaurant Suez

Spreewälder Idylle und kulinarischem Hochgenuss im Restaurant Suez
Das Restaurant Suez liegt im malerischen Spreewalddorf Lehde, dass Theodor Fontane zu seiner Zeit wie folgt beschrieb: "Es ist die Lagunenstadt im Taschenformat, ein Venedig, wie es vor 1500 Jahren gewesen sein mag, als die ersten Fischerfamilien auf seinen Sumpfeilanden Schutz suchten."
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Ein Restaurant in märchenhafter Umgebung.

Wie in einem kleinen Venedig fühlt man sich auch, wenn man in diesen Ort eintaucht. Ganz Lehde ist umspannt von kleinen Fließen in denen nicht nur Touristen mit Kähnen und kleinen Booten umherfahren. Auch die Einheimischen benutzen hier Kähne, um ganz banale Dinge zu tun. Um Heu oder die ersten Kürbisse von den Feldern zu holen oder einfach um zu ihren, teilweise komplett von Wasser umgebenen, Grundstücken zu gelangen. In diesem urigen Spreewaldflair befindet sich das Restaurant Suez, genau dort, wo sich die Dolzke und der Suez Kanal treffen. Das Restaurant erreichen Sie über viele Wege – per Rad, zu Fuß oder auch über das Wasser. Mein Mann Robert und ich haben uns heute für das Fahrrad entschieden und sind aus dem 15 Kilometer entfernten Burg angereist.

Etwas erschöpft und voller Vorfreude erreichen wir also das Restaurant Suez. Als wir auf einer typischen Spreewälder Brücke die Dolzke überqueren, erblicken wir als erstes die idyllischen Sonnenterrasse des Restaurants direkt am Fließ. Dort angekommen werden wir sofort freundlich von einer Kellnerin begrüßt und dürfen in der Mitte der Terrasse Platz nehmen. Mein Mann gönnt sich nach der langen Tour ein kühles Blondes und wir stoßen voller Vorfreude auf unseren gemeinsamen Tag im Spreewald an.

Die Speisekarte ist so vielfältig wie der Spreewald

Wir studieren die Speisekarte: Hier ist für jeden etwas dabei. Neben spreewaldtypischen Gerichten wie Fischsuppe, Quark mit Leinöl oder gebratenem Zander mit Fischsauce finden sich auch zahlreiche Flammkuchen und Wildgerichte auf der Speisekarte. Ergänzt wird die Karte auch durch saisonale Gerichte in unserem Fall durch eine Pfifferlingskarte.

Trotz der großen Auswahl habe ich mich schnell entschieden. Als Fischliebhaberin möchte

ich den typischen Spreewälder Zander einmal anders probieren: mit Sauerkraut und Knusperpüree. Robert wählt den Wildgulasch mit Kartoffelklößen. Unsere Vorspeise wird ein Gurken-Buttermilch-Salat, der auch nicht lange auf sich warten lässt. Bei den spätsommerlichen, warmen Temperaturen ist die Kombination aus frischen Gurken mit Buttermilch und Dill eine willkommene Erfrischung für unsere Gaumen.

Regionale Erzeugnisse liegen klar im Fokus

Während wir auf den Hauptgang warten, sprechen wir unsere nette Kellnerin Desiree Schössow an. Sie arbeitet schon seit März im Suez und beantwortet unsere Fragen mit einem strahlenden Lächeln. Das Fleisch, Gemüse und der Fisch kommen aus der Region erklärt sie uns. Später erfahren wir vom Restaurantbetreiber Martin Geier, dass er darauf besonderen Wert legt. Vieles, wie beispielsweise die Grützwurst und das Sauerkraut, stellt er in den Wintermonaten selbst her. Für anderes greift er auf regionale Produzenten zurück. Der Fisch kommt aus Lieberose, das Wild sogar aus eigener Jagd oder von einer Spreewälder Familie. Viele Gemüsearten werden von Bauern direkt aus Lehde geliefert. Dieses Konzept begeistert uns als gebürtige Spreewälder und wir warten umso gespannter auf unsere Hauptgerichte.
Kurz bevor unser Essen serviert wird, erhaschen wir noch einen Blick auf den original Spreewälder Kahn-Postboten und kurz darauf kommt ein Bauer mit seinen ersten Kürbissen vorbei gefahren. Wo sonst kann man heute noch solche Spreewälder Originale beobachten?

Der Hauptgang – ein Gedicht

Begeistert sind wir dann auch von unseren kulinarischen Verführungen. Der Zander ist goldbraun gebraten und liegt auf einem Sauerkrautbett, dass dem Gericht eine milde Säure gibt und den Fisch perfekt ergänzt. Das Knusper im Püree bilden geröstete Weißbrotwürfel, die sich auch als Füllung von Roberts Klößen wiederfinden – eine wahre Gaumenfreude. Auffällig an unseren Gerichten ist auch die wundervolle Anrichtung und, dass bei jedem Gericht etwas Frisches dabei ist – egal ob es die frisch gehackte Petersilie ist oder der kleine Apfel, der das Gericht krönt. Die Portionen sind genau richtig. Robert und ich sind satt und zufrieden, nehmen uns aber vor, später noch von einem der Desserts zu probieren.

In der Zwischenzeit kommen wir mit einem Paar vom Nachbartisch ins Gespräch. Sie wohnen nicht weit vom Hotel und haben das Suez schon mehrfach besucht. Sie sind begeistert von der typischen Spreewaldküche, die durch pfiffige Details zu modernen Kreationen werden. Außerdem genießen sie gern den Ausblick auf der Terrasse.Nach dem kurzen Gespräch suche ich noch den Restaurantbetreiber Martin Geier an seinem Arbeitsplatz auf. Wenn der Gästestrom an einem so schönen Tag wie heute auch Nachmittags noch nicht zum Erliegen kommt, hilft er auch gern einmal aus. Ich treffe auf ihn, als er grade eine Schleie vorbereitet. Da um 16 Uhr nun doch eine kleine Ruhepause zwischen Mittags- und Abendgeschäft einkehrt, gesellt er sich kurzerhand zu uns an den Tisch und gibt uns einen Einblick in die Geschichte des Restaurants.

Restaurant Suez – eine regionale Erfolgsgeschichte.

Er erzählt von dem regionalen Konzept und seinem Werdegang, der ihn von Burg über Österreich und Hamburg doch wieder in den Spreewald trieb. Und von seiner Jagdleidenschaft, die neben der schönen Landschaft und dem Heimatgefühl ein Grund für die Rückkehr in den Spreewald war. Er eröffnete das Restaurant vor zwei Jahren. Dabei ließ er all seine Erfahrungen mit einfließen, wie beispielsweise aus seiner Zeit als Küchenchef in einem Hamburger Restaurant, von der er sich beim Konzept von der gehobenen Küche inspirieren ließ. Nun macht er aus typischen Spreewälder Klassikern pfiffige Kreationen, die die alten Gerichte in neuem Glanz erscheinen lassen. Nach der kleinen Plauderei bestellen wir noch den warmen Topfenstrudel. Dieser ist mit seinem flüssigen Schokoladenkern, der Zimtnote und dem Mandarinenkompott ein wahres Gedicht und der krönende Abschluss unserer kleinen kulinarischen Reise durch den Spreewald. Wir kommen auf jeden Fall wieder! Durch eine wechselnde Karte und saisonalen Besonderheiten hält das Suez für uns noch viele neue Entdeckungen bereit.

Menü:

  • Gurken-Buttermilch-Salat
  • Gebratenes Zanderfilet mit Spreewälder Fischsauce, Rahmsauerkraut und Knusperpüree

 

und

  • Gulasch vom heimischen Wild, mit Rotkohl und Kartoffelklößen,
  • Warmer Topfenknödel mit Zimt und Mandarinenkompott
Autor: Jessica Ziebe