Karte schließen
Anzeige
Auf den Spuren der Freifrau von Löwendal
Länge der Tour 28,05 km Länge
Dauer der Tour 126 min. Dauer

Auf den Spuren der Freifrau von Löwendal


Start:

Lauchhammer-West, Bahnhof

Ziel:

Lauchhammer-West, Bahnhof

Tour in App öffnen

QR-Code: Öffnen Sie die Tour in der App

Download

KML GPX

Die Tour

Radeln Sie auf den Spuren der Freifrau von Löwendal durch die Stadt Lauchhammer und erfahren Sie mehr über die Begründerin des einstigen Eisenwerkes.
  • Teilen Sie diesen Beitrag Teilen
  • Merken

Vom Startpunkt am Bahnhof in Lauchhammer-West, dem ehemaligen Mückenberg, ist der Weg auf dem Drahtesel zum Schlosspark ein Katzensprung. Vom Schloss selbst ist zwar kein Stein mehr vorhanden, aber eine anmutige Schönheit begrüßt Sie hier mitten im Grünen. Die hier stehende bronzene Frau von Herkulanum wurde lange Zeit für die Freifrau von Löwendal, die Gründerin des weltberühmten Eisenwerkes, höchstselbst gehalten. Der Irrtum klärte sich erst in den 80er-Jahren auf. Die wunderschöne  Plastik wird Ihnen auf der Tour an anderer Stelle noch einmal begegnen. Im Original.

 

Aber zuvor gilt es, in die Pedale zu treten. Über Lauchhammer-Süd führt der Weg vorbei an Wiesen, Feldern, Wald und künstlichen kleinen Gewässern nach Lauchhammer-Mitte. Der Kuthteich ist, wie viele für Lauchhammer charakteristische Seen, aus einem Braunkohlentagebau  entstanden. Der Raseneisenstein, unschwer an der ockernen Farbe zu erkennen, ist der Vorbote der Kohle gewesen. Die aus dem dänischen Adel stammende Oberhofmarschallin Benedicta Margaretha Freifrau von Löwendal (1683 bis 1776) hatte mit dem Verhütten des Raseneisenerzes den Grundstein für das erste Wirtschaftswunder in der sehr armen Gegend des Tales der Schwarzen Elster gelegt. Sie ließ am  25. August 1725 im Löwendahlschen Hammer schlagen, welcher als Geburtsstunde des Eisengusses galt und Lauchhammer weltberühmt machte.

 

Das ist nur wenige Kilometer entfernt in Lauchhammer-Ost zu sehen. Am  Eisenwerkhof-Eingang zeugt das berühmte Lauchhammergebläse von der eindrucksvollen Industriegeschichte der Stadt. 1836/37 vom Eisenwerk Lauchhammer für das Hüttenwerk Halsbrücke bei Freiberg gefertigt, wurde es 129 als technisches Denkmal nach Lauchhammer zurückgeholt  und symbolisiert hier seitdem den hohen Stand der technischen Fertigung von Maschinen, Geräten und weiteren technischen Ausrüstungen aus dem Lauchhammerwerk.

 

Nur wenige hundert Meter entfernt lohnt sich ein Zwischenstopp an der alten Bronzeschule, welche heute das Kunstgussmuseum beheimatet. Bereits im Eingangsbereich schaut die Freifrau von Löwendal durch das filigrane Handwerk des Kunstgießens als Bronzebüste verewigt, auf ihr Lebenswerk. Im Museum können Sie entdecken, dass Former, Gießer und Ziseleure aus Lauchhammer in aller Welt bemerkenswerte Schöpfungen hinterlassen haben -rund um den Erdball über Deutschland hinaus von Krakau, Genf und Rom über San Francisco bis Buenos Aires.

 

Dafür hatte vor allem der kunstsinnige Patensohn und Erbe der Löwendal, Detlev Graf von Einsiedel (1773 bis 1861), gesorgt. Denn er brachte den Eisenkunstguss mit dem Herstellen von Kopien antiker Plastiken zur Blüte. Auch der Eisenguss der Herkulanerin steht hier.

 

Der Rückweg zum Bahnhof führt über Lauchhammer-Nord – vorbei an den Biotürmen, einer Abwasseranlage der Großkokerei, die nunmehr vor allem die Herzen von Architekten höher schlagen lässt. Aber auch ein Halt in der Nikolaikirche im alten Bockwitz (heute Lauchhammer-Mitte) ist zu empfehlen. Für den Abschied von der Löwendal. Denn der Baron von Löwendal, seine Ehefrau Benedicta Margarete von Löwendal und ihre vier früh verstorbenen Kinder sind hier zu letzten Ruhe gebettet – in sächsischen Sandsteinsärgen.

 

Kathleen Weser

Anzeige

Wegpunkte auf dieser Tour

Wegbeschrei­bung

Streckenführung: Lauchhammer-West – Lauchhammer – Lauchhammer-Ost – Lauchhammer-Nord – Grünewalde – Lauchhammer-West

Sicherheits­hinweise

Die Tour ist nicht ausgeschildert und verläuft auf unterschiedlichen Radwegen. Wir empfehlen den kostenfreien Tourendownload auf Ihr Smartphone in der Urlaubsreich aktiv App sowie eine Radkarte der Region. Diese erhalten Sie in den Touristinformationen vor Ort oder im Rundschau-Shop.

Ausrüstung

Tipp: Laden Sie sich die kostenfreie Urlaubsreich App für IOS und Android auf Ihr Smartphone und speichern Sie die Tour unter “mehr” als Favorit ab. Somit ist die Tourennavigation mit dem Smartphone auch ohne Internetverbindung möglich.

Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V.
Schlossergasse 1
02977 Hoyerswerda
Tel. 03571 456810
info@lausitzerseenland.de
www.lausitzerseenland.de 

Touristinformation der Stadt Lauchhammer

Liebenwerdaer Straße 69

01979 Lauchhammer

Tel.: 03574 488-0

Fax: 03574 488-650

touristinfo@lauchhammer.de

outdooractiveDiese Webseite nutzt Technologie und Inhalte der Outdooractive Plattform.