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Fahrradtour zum Findlingspark und der Schrotholzkirche
Länge der Tour 58,65 km Länge
Dauer der Tour 238 min. Dauer

Fahrradtour zum Findlingspark und der Schrotholzkirche


Start:

Rietschen

Ziel:

Rietschen

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Die Tour

Heidelandschaft, alte Baukunst und Zeugnisse gelungener Rekultivierung erwarten Sie auf dieser knapp 60 Kilometer langen Tour durch den Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft.
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Am Rande der wunderschönen Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft liegt unweit der Muskauer Heide das Dorf Rietschen. Hier ist am Erlichtteich eine ganz besondere Siedlung zu erleben. 200 bis 300 Jahre alte Schrotholzhäuser, die aus den Dörfern, die dem Tagebau Reichwalde weichen mussten,  umgesetzt wurden, sind hier zu bestaunen. Ein für die Gegend im 19. Jahrhundert typisches Heidedorf wird bewahrt und mit Leben erfüllt.

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Die Oberlausitzer Schrotholzhäuser sind aus Kiefernstämmen gebaut worden. Die Bäume wurden drei bis vier Jahre vor dem Fällen im Wald ausgesucht und die Rinde unterhalb der Baumkrone spiralförmig abgetrennt. Dadurch sammelt sich im Stamm das Harz an. Und mit der Kraft der Natur werden die späteren Balken für die Häuser so praktisch konserviert und auch vor gefräßigen Schädlingen geschützt. Die Baumstämme wurden mit dem Breitbeil kantig behauen. Das wird auch schroten genannt. Die Blockbauten bekamen so gerade Innenwände – das ist die Besonderheit der Oberlausitzer Schrotholzhäuser.

 

Erste Pause gleich zu Beginn

Eine längere Pause sollten Sie bereits zum Beginn der Tour oder als krönender Abschluss beim Erlichthof einplanen. Mit Museum, Hofladen, Scheunencafé, Keramikwerkstatt und dem hier beherbergten Lausitzer Wolfsbüro gibt es hier viel zu erkunden und zu entdecken.

Weiter geht es nach Hammerstadt. Ein spannendes Terrain. Bei archäologischen Ausgrabungen in den 90er-Jahren sind in der Gemarkung mehrere urzeitliche Siedlungsplätze freigelegt worden, darunter die bisher ältesten der östlichen Oberlausitz. Das Platzdorf selbst lässt eine deutsche Siedlungsgründung im 13. Jahrhundert vermuten.

Bei der ehemaligen Reichwalder Ziegelei, die dann auf dem Weg liegt, ist mit dem beginnenden 20. Jahrhundert Braunkohle abgebaut worden. Segen und Fluch des Bodenschatzes sind auch in der alten und neuen Landschaft zu spüren.  Die freundlichen, aber doch auch leicht skeptischen Menschen wissen davon zu berichten. Dem Zungenschlag der echten Einheimischen zu folgen, ist aber gar nicht so leicht – ihr  nordöstlicher Heidedialekt gehört zur obersorbischen Sprache.

Auf Entdeckungstour durch den Findlingspark

In Nochten führt am Findlingspark kein Weg vorbei. Der deutsche Name des Dorfes taucht übrigens im Jahr 1433 in der Schilderung eines Zuges von Raubrittern von Nördböhmen nach Liegnitz erstmals auf. Viel später ist das im Lausitzer Braunkohlerevier liegende Kirchdorf vom Weißwasseraner Rektor Robert Pohl in seinem Heimatbuch des Kreises Rotheburg (1924) bereits als „ein echtes Heidekind“ beschrieben worden. Der von Menschenhand in der Bergbaufolgelandschaft geschaffene Park mit mehr  6000 Findlingen, die kunstvoll in die Gartenwelt aus herrlichen Kakteen und Heidepflanzen eingebettet wurden, ist europaweit einmalig und zeichnet das Bild nach der Kohle neu. Die Anlage lässt das Herz jedes Naturfreundes und an der Geologie interessierten Gastes deutlich höher schlagen.

Beeindruckend ist die Silhouette des Kraftwerkes Boxberg, in dem Kohle des Tagebaus verstromt wird. Der nahe gelegene Bärwalder See, ein zum Wasserparadies saniertes Tagebaurestloch, zeigt die realistische Perspektive danach.

 

Zur alten Schrotholzkirche

In Sprey tauchen Neugierige dann wieder in ursprüngliche Oberlausitzer Geschichte und Baukunst ein. Die alte Schrotholzkirche in dem kleinen Ort ist einzigartig. Denn sie ist ohne einzigen Nagel errichtet worden.Der Rückweg in Richtung Rietschen führt über Reichwalde. Ludwig Reichsgraf von Pückler, der Vater berühmten Landschaftskünstlers Fürst Hermann von Pückler-Muskau, hatte das Gut in einem Dürrejahr günstig gekauft. Pückler ließ 1804 die Kirche und deren Turm ausbessern, die hier zu bestaunen sind.

Der Tagebau, der den Ort in den 90er-Jahren eigentlich noch schlucken sollte, ist an Reichwalde vorbeigeführt worden. Deshalb konnte auch das alte Herrenhaus saniert werden. Es ist eine Augenweide geworden. Wie es auch so manch andere auf dieser Tour gibt.

 

Autor: Sascha Klein

Autor: Urlaubsreich.de
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Wegbeschrei­bung

Streckenführung: Rietschen – Hammerstadt – Neuliebel – Reichwalder Ziegelei – Schadendorf – Nochten – Kraftwerk Boxberg – Sprey – Boxberg/O.L. – Kringelsdorf – Reichwalde – Neuliebel – Hammerstadt – Rietschen

Sicherheits­hinweise

Die Rundtour ist nicht ausgeschildert und verläuft auf unterschiedlichen Radwegen. Wir empfehlen den kostenfreien Tourendownload auf Ihr Smartphone in der Urlaubsreich App sowie eine Radkarte der Region. Diese erhalten Sie in den Touristinformationen vor Ort oder im Rundschau-Shop.

Ausrüstung

Tipp: Laden Sie sich die kostenfreie Urlaubsreich App für IOS und Android auf Ihr Smartphone und speichern Sie die Tour unter „mehr“ als Favorit ab. Somit ist die Tourennavigation mit dem Smartphone auch ohne Internetverbindung möglich.

Förderverein Lausitzer Findlingspark Nochten e.V.

Parkstraße 7

02943 Boxberg/O.L. OT Nochten

Tel.: (035774) 55 63 52

Telefax: (035774) 55 63 53

info@findlingspark-nochten.de 

www.findlingspark-nochten.de

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