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Sagenhafte Wanderung durch das Schradenland: Grenzsteinwanderung
Länge der Tour 22,2 km Länge
Dauer der Tour 330 min. Dauer

Sagenhafte Wanderung durch das Schradenland: Grenzsteinwanderung


Start:

Merzdorf, Ortsausgang

Ziel:

Hirschfeld

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Die Tour

Gehen Sie auf Wanderschaft entlang ehemaligen sächsisch-preußischen Grenze und erfahren Sie mehr über die vielfältige Sagenwelt des Schradens.
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Was ist der Schraden?

Zwischen den Ausläufern des Niederlausitzer Hügellandes und den Ausläufern der Großenhainer Pflege erstreckt sich ganz im Süden Brandenburgs der Schraden. Die einst zusammenhängende Moor-, Sumpf- und Waldlandschaft wurde bis ins 20. Jahrhundert hinein so stark durch den Menschen verändert, dass heute vor allem landwirtschaftliche Acker- und Grünflächen die Niederung prägen, aber auch schon wieder vieles Brach liegen bleibt und damit den Weg zurück findet.

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Entdeckungstouren im südlichsten Brandenburg

Der Schraden ist ein historischer Grenzraum, der im Norden die Niederlausitz und im Osten die Oberlausitz berührt. Im Ergebnis des Wiener Kongresses von 1814 bis 1815 wurde die Region von der Großenhainer Pflege des Königreiches Sachsen dem Herzogtum Sachsen im Königreich Preußen zugeteilt. Hier verläuft heute die südliche Grenze des Landes Brandenburg zu Sachsen. Weithin sichtbar ist auf der höchsten Erhebung des Landes, mit 201,4 m, der Heidebergturm mit 34 m Höhe zu sehen. Die Markierung der neuen sächsisch – preußischen Grenze, von Seidenberg bis zum Dreiherrenstein im Thüringer Wald, erfolgte bis 1818 mit den hoheitlichen Grenzsteinen, den sogenannten Pilaren und Läufersteinen, die man auch heute noch im Amt Schradenland vorfindet.

Grenzsteine als Zeitzeugen der Geschichte

Die unter Denkmalschutz stehenden Sandsteingrenzsteine sind interessante Zeitzeugen aus der Geschichte unserer Heimat. So wurde auf Initiative des Heimatvereins Merzdorf ein 24,5 km langer Wanderweg im Amtsgebiet als Grenzsteinwanderweg für Wandertouristen ausgebaut und beschildert. An der Grenze zwischen der Gemeinde Röderland und dem Amt Schradenland beginnend mit der Grenzsteinnummer 175 und endend an der Amtsgrenze zum Amt Ortrand mit der Grenzsteinnummer 160 werden durch den Heimatverein Merzdorf interessant geführte Grenzsteinwanderungen angeboten.

Die Sagen des Schradens

Die sumpfige Niederung und die einst dichten einsamen Wälder des Schradens boten Stoff für eine ganze Reihe von Sagen, von denen einige in den „Liebenwerdaer Heimatkalendern“ und in der „Schwarzen Elster“, einer heimatkundlichen Beilage des Liebenwerdaer Kreisblattes, veröffentlicht wurden.

Autor: Urlaubsreich.de
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Wegbeschrei­bung

Wir beginnen unsere Wanderung am Ortsausgang von Merzdorf und laufen noch ca. 500 m die Straße in Richtung Wainsdorf/Gröditz  entlang. Am Waldrand finden wir links in südlicher Richtung den ersten Grenzstein (Nr. 175) und gleichzeitig den rot-grün gekennzeichneten Grenzstein-Wanderweg.

Wir wandern nun im Wald entlang und erreichen an einer spitzwinkligen Kreuzung den Grenzstein Nr. 174.

Zwischen den Grenzsteinen befinden sich sogenannte Läufersteine, die nummeriert als Zwischenmarkierung dienen. Sie sind zwar wesentlich kleiner als die Grenzsteine, sind jedoch eine Hilfe zur Orientierung. Nach einem weiteren Kilometer biegt die Grenze links (östlich) ab. Hier steht der Grenzstein Nr. 173.

Einen Kilometer weiter erreichen wir Nr. 172 und biegen rechts ab. Der Weg führt weiter durch den Wald, dann am Waldrand entlang, wo früher die Steine Nr. 171 und 170 standen.

Ca. 400 m vor der Landstraße Strauch – Treugeböhla biegen wir links (östliche Richtung) in den Wald ein und erreichen bald einen breiten Waldweg, den wir in nördliche Richtung entlang wandern.

Kurz bevor links der Wald wieder beginnt, finden wir den Grenzstein Nr. 169. Hier befand sich früher das Vorwerk Karlsborn, von dem noch Mauerreste vorhanden sind.

Nach 400 m im Wald biegt die Grenze rechts ab. Der Weg führt jetzt leicht aufwärts, bis wir auf eine asphaltierte kleine Straße stoßen. Hier steht noch die Grundplatte vom Stein Nr. 168. Weiter aufwärts erreichen wir Heidehöhe, mit 201,4 m die letzte größere Erhebung vor der nördlichen Ebene und höchster Punkt von Brandenburg.

Der etwas weiter östlich in den Kmehlener Bergen gelegene Huttenberg ist zwar mit 212 m etwas höher, gehört jedoch zu Sachsen.

Auf der Heideberg befand sich die einstige Königlich-Sächsische Station Strauch der Mitteleuropäischen Gradmessung 1866. Strauch ist der nächstgelegene sächsische Ort. Ein Stück weiter lohnt der 2008 neu errichtete Aussichtsturm eine Besteigung.

Es bietet sich eine umfangreiche Aussicht mit angegebenen Zielpunkten und Entfernungsangaben, z.B. zum Keulenberg, Collmberg, nach Meißen, Zabeltitz, über den Schraden, u. a. der F 60 oder Richtung Sächsische Schweiz.

Wir wandern weiter in östlicher Richtung auf dem Grenzsteinweg (nicht halbrechts auf dem rot markierten Weg!). Der Weg führt jetzt bergab und wir kommen in ein Gelände mit großer Reliefenergie, so dass man meint, im Mittelgebirge zu sein. Am Ende einer Wiese steht etwas versteckt der Grenzstein Nr. 167.

Wir laufen am Waldrand südlich bergauf und gelangen in einen Hohlweg, der wieder auf den rot markierten Wanderweg stößt.

Den Grenzsteinweg (grün-rot) weiter erreichen wir den Waldrand und überqueren die Landstraße Hirschfeld – Strauch. Gleich danach biegen wir rechts (südlich) in den Wald ein und finden nach 500 m den Stein Nr. 166.

Die Grenze führt jetzt weglos über den Acker, so dass wir in nördliche Richtung ausweichen müssen. Rechts (östlich) laufen wir auf einem Feldweg, bis nach 1500 m links ein Weg (Am Spitzen Berg) nach Hirschfeld führt. Von dort läuft man weiter entsprechend der Ausschilderung, dann rechts abbiegen.

An einem Baum steht eine Steinsäule mit verwitterter Innenschrift, den wir irrtümlich für den Grenzstein Nr. 164 hielten.

Es ist allerdings nur eine alte Wegsäule. Der Stein Nr. 164 existiert nicht mehr. Weiter geht es über den Galgenberg. Der vom Amt Schradenland eingerichtete rot-grün markierte 23,8 km lange Grenzstein-Wanderweg kann noch weiter bis zum Stein Nr. 160 verfolgt werden. Der Wanderweg in östliche Richtung ist weiterhin wie der von uns abgelaufene Wanderweg gekennzeichnet und ab der Grenzsteinnummer 160 auf Ortrander Flur nach Kartenlage begehbar.

Tipp für Autofahrer: Wenn Sie mit dem Auto zur BAB 13 nach Ortrand zurück fährt, lohnt sich ein Zwischenstopp in Großkmehlen. Hier können Sie das restaurierte Renaissance-Wasserschloss, die Kirche mit Silbermann-Orgel sowie das sich davor befindliche Steinkreuz anzuschauen. Bei der barocken Umgestaltung der Kirche 1716/18 wirkte unter anderem George Bähr, der Erbauer der Dresdener Frauenkirche, mit.

Sicherheits­hinweise

Zwischen den Grenzsteinen befinden sich sogenannte Läufersteine, die nummeriert, als Zwischenmarkierung dienen. Sie sind wesentlich kleiner als die Grenzsteine, sind aber eine Hilfe zur Orientierung.

Ausrüstung

Tipp: Laden Sie sich die kostenfreie Urlaubsreich App für IOS und Android auf Ihr Smartphone und speichern Sie die Tour unter „mehr“ als Favorit ab. Somit ist die Tourennavigation mit dem Smartphone auch ohne Internetverbindung möglich.

Informationen und Buchung von geführten Wanderungen

Heimatverein Merzdorf e.V.

Am Wald 12

04932 Merzdorf

E-Mail: ossi@heimatverein-merzdorf.de

www.heimatverein-merzdorf.de

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