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Zu Gast beim Fürsten – Ein Testbericht vom Park & Schloss Branitz

Zu Gast beim Fürsten – Ein Testbericht vom Park & Schloss Branitz Single
Herrmann Fürst zu Pückler-Muskau – zu seiner Zeit und vielleicht auch noch heute der wohl bekannteste Cottbuser. Vor den Toren von Cottbus hat er sich mit Park und Schloss Branitz ein Denkmal gesetzt, das bis heute Jahr für Jahr Besucher aus aller Welt anzieht. Unsere Urlaubsreich-Autorin Susann ist mit ihrer Familie der Faszination Pückler auf die Spur gegangen.
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Um die Natur in all ihren Facetten zu erleben und zu genießen, zieht es uns zu jeder Jahreszeit regelmäßig in den Branitzer Park. Schließlich hat hier, direkt vor den Türen von Cottbus, Fürst Pückler (ja, der mit dem Eis) aus öder Wüstenlandschaft eine Parkanlage erschaffen. Auf verschlungenen Wegen, vorbei an Wiesen und Frühlingsblühern geht’s also wieder einmal mit Schwiegermutti und Sohnemann zu den in Europa einmaligen Pücklerschen Pyramiden, dem Marstall und dem schmucken Schloss. Der Nachmittag ist jung und so beschließen wir, heute nicht am Schloss vorbeizuziehen, sondern in Pücklers Salons einzutreten. Eine Entscheidung, die wir nicht bereuen werden.

Und plötzlich steht die Zeit

 

Als würde der Fürst selber gleich ums Eck kommen und uns begrüßen, wirken die einzelnen Räume so, als hätte die böse Fee aus Dornröschen selbst die Räume in einen über hundertjährigen Schlaf versetzt. In Speise- und Frühstückssalon sind die Tische gedeckt und scheinen nur darauf zu warten, dass wir Platz nehmen. In der großen Bibliothek, die über und über mit Büchern gefüllt ist, können wir auf den imposanten Schreibtisch Pücklers blicken und haben das Gefühl, dass er grad nur eine kleine Schreibpause von seinem nächsten Bestseller macht. Wir wandeln durch Pücklers Schlafstube, genießen aus Schlossherrin Lucies Schlafstube den wohl schönsten Ausblick auf die Parkanlage und entdecken im Billardzimmer ein Hammerklavier, auf dem seinerzeit schon die berühmte Clara Schumann spielte.

Geschichte anschaulich vermittelt

Wir sind beeindruckt von den mit Liebe zum Detail restaurierten Räumen, bei denen jeder einzelnen in einer anderen satten Farbe aus bunten Seidentapeten oder orientalisch gemusterten Papiertapeten erstrahlt. Im Alkovenraum erfahren wir, was für ein Glück es ist, dass in den einzelnen Räumen nahezu wieder so ein Originalzustand hergestellt werden konnte.

Mit Ausstellungsgegenständen und einem Multimediatisch wird hier der wechselvollen Geschichte und Funktion von Park und Schloss von der Erbauung bis hin zur Nachkriegs- und Wendezeit anschaulich und interaktiv nachgegangen. An anderer Stelle blättern wir uns digital durch die akribisch geführten Tafelbücher und gehen dem Originalrezept des Pückler-Eis auf die Spur. Welcher Aufwand betrieben wird, damit die Räume in neuem, alten Glanz erstrahlen, erfahren wir in einer temporären Ausstellung in den Orienträumen, die der Fürst als Erinnerung an seine Reise in den Orient einrichten ließ. Schlussendlich nehmen wir in dem 1772 original erhaltenen, prächtigen Musikzimmer Platz und lassen uns abschließend von einer Märchenerzählerin gekonnt in die Märchenwelt aus längst vergangenen Tagen entführen. Unser Fazit: Kurzweilig, informativ und garantiert auch für Kinder nicht langweilig. Wer sich in fürstliche Zeiten entführen lassen möchte, für den ist ein Schlossbesuch in Branitz eine ganz klare Empfehlung.

Mehr zur Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz erfahren Sie mit einem Klick auf den Link zum Eintrag auf Urlaubsreich.de.

Stiftung Fürst-Pückler-Museum
Park und Schloss Branitz

Robinienweg 5
03042 Cottbus
Tel.: 0355/75150
Fax: 0355/7515230
E-Mail: service@pueckler-museum.de
Internet: www.pueckler-museum.de