Wegpunkt

Diese Flächen zeigen einen drastischen Nutzungsartenwandel. Vor dem Betrieb des ca. 3 km entfernten Braunkohle-Tagebau "Seese-Ost" befand sich hier ein intaktes Niedermoor mit einer Mächtigkeit von 50 bis 100 Zentimeter.
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Torfbildner sind auch hier Bruchwald, Schilf- und Seggenriede. Die Grundwasserabsenkung und der Umbruch des Grünlandes ermöglichten eine langjährige Ackernutzung. Der Moorkörper wurde dabei extrem abgebaut und das Gelände senkte sich entsprechend im Mittel um 50 cm ab. Nach dem Wiederanstieg des Grundwassers bei Einstellung des Bergbaus versumpften die Flächen zunehmend. Heute wird die Umwandlung in extensiv genutztes Grünland durch die Biosphärenreservatsverwaltung Spreewald und den Vertragsnaturschutz unterstützt. Der Charakter des Moores soll wieder Einzug halten. Pflanzen und Tiere der Röhrichte und Nasswiesen kehren zurück und an einigen Stellen beginnt das Moor wieder zu wachsen. Der Kranich ist hier auch mit Jungtieren anzutreffen. Er brütet im Schutz des Röhrichts. Eine Abstimmung zur Mahd und Beweidung dieser Fläche wurde zwischen Naturschutz und Landbewirtschaftung vertraglich geregelt.

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